Die WAHLEN am Sonntag, den 13.03.2016

Aufruf zum Nicht-wählen-gehen!

Da es allem Anschein nach – auch unter den sonst schon “Aufgewachten” Menschen – immernoch sehr viele Leute gibt, die felsenfest davon überzeugt sind, dass die Wahl der VOLKSverTRETER die einzig wahre Lösung ist, um etwas zu verändern, muss ich an dieser Stelle ganz klar mein “VETO” einlegen!

Folgender Beitrag/ Kommentar von einem Facebook-User hat dies wieder deutlich gemacht: https://www.facebook.com/michael.un…
(NACHTRAG: sein Profil ist auf „privat“ daher ist der Link nutzlos)

Bitte nicht vergessen, am Sonntag WÄHLEN zu gehen !!! Und immer daran denken : Wer nicht wählt, verwirkt sein Mecker-Recht! gilt an jedem Stammtisch 😉 Also außer ihr seid „Briefwähler“. Dann lieber daheim den Sonntag auf der Couch genießen … Man gönnt sich ja sonst nix. In diesem Sinne, ein schönes Wochenende

Mein Kommentar dazu:

Das soll wohl ´nen Scherz sein… undzwar ein äußerst schlechter obendrein! Ich würde zu gern in einem direktem Gespräch darüber sprechen und diskutieren. Momentan kann ich´s garnicht fassen, dass hier dazu aufgerufen wird wählen zu gehen. ganz kurz: die eigene Stimme abgeben und somit Stimmenlos zu sein, sie in einer Urne begraben (denn dafür sind Urnen)… Durch die Wahl legitimiert ihr, also alle Wähler, gewollt oder ungewollt, alle illegalen Handlungen dieser VOLKSverTRETER! Wahlversprechen?…das ich nicht lache. Die sind soviel Wert, wie beispielsweise Beschlüsse, Bescheide oder Urteile ohne Unterschrift oder ein Euroschein. DU HAST DIE WAHL! – entscheide dich für eine menschenwürdige Zukunft, für ein gemeinschaftliches Miteinander, ohne Krieg, auch im Sinne unserer Nachkommen. Diese haben das Recht auf eine Geburt ohne gleichzeitiger Verschuldung sowie auf eine gesunde und natürliche Erde. Es kann bei genauerem nachdenken darüber, dem Abwägen aller Tatsachen und dem verinnerlichen dieser nur zu dem Ergebnis führen, dass die Wahlen – in der Form, wie sie heutzutage vonstatten gehen – nichts bringen, außer weitere Versklavung, Ausbeutung und Rechtbrechung [rg] an und mit dem Menschen bzw. mit den Menschen.


 

weitere Informationen findet ihr z.B. hier:

Die Wahl der „Volksvertreter“ 2015 (auch noch im Jahr 2016)

Kurze Einführung ins Thema: Plan B für Einsteiger

Plan B für Fortgeschrittene: Plan B: Revolution des Systems für eine tatsächliche Neuordnung

weiterführende Informationen: Volksvertreter- ein Film von Werner May

Ebenfalls dazu passende Beiträge: Andreas Popp über Parteivertreter und Volksvertreter – Interview bei RT deutsch

Politische Parteien als Auslaufmodell – Andreas Popp

auch passend dazu: Steuerboykott – Rico Albrecht

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Plan B für Einsteiger

Plan B für Einsteiger – Wirtschaft ist auch ohne Krise möglich!

von Andreas Popp

Fließendes Geld, soziales Bodenrecht, bedingungsloses Grundeinkommen und eine freie Presse ergeben im Verbund eine echte Alternative zur scheiternden Wirtschafts- und Gesellschaftsordung.

Auch verfügbar auf unserem Podcast und auf Youtube

Als pdf-Datei herunterladen: plan-b-fuer-einsteiger.pdf

 

Plan B für Einsteiger

Wirtschaft ist auch ohne Krise möglich!

von Andreas Popp

Immer wieder werden wir von aktiven Freunden der Wissensmanufaktur gebeten, doch einmal eine kurze Beschreibung unseres Plan B zu geben, um weitere Interessenten zu aktivieren. Einige Personen neigen dazu, unsere Ausführungen mangels Kenntnis als Illusion zu bezeichnen, was dazu führt, die 20 seitige Konzeption erst gar nicht zu lesen. Ich möchte mit dieser vereinfachten kompakten Darstellung weitere interessierte Menschen erreichen.

Radikal stammt ab vom lateinischen Wort Radix (Wurzel). Besonders wichtig sind solche Begriffsbestimmungen bei der Hinterfragung unserer Gesellschaftsordnung, denn gerade dabei sollte man keinesfalls aneinander vorbeireden. Will man zum Beispiel die ständig wachsende Staatsverschuldung radikal lösen, dann bedeutet der Begriff „radikal“ etwas durchweg Positives: Man befasst sich mit der Wurzel allen Übels, anstatt sich nur über Symptome zu wundern, wie es im Durchwurstelpragmatismus der politischen Landschaft leider überwiegend der Fall ist. Seit Jahrzehnten erzählt man uns, wir bräuchten mehr Wachstum und müssten alle den Gürtel enger schnallen, um zukünftigen Generationen nicht nur Schulden zu hinterlassen – eine Aussage, die jeglicher Logik entbehrt, denn wenn eine ganze Generation verschuldet sein soll, dann fragt sich, bei wem denn eigentlich?

In der Wissenschaft sollte man ohne Wenn und Aber eine „radikale“ Grundhaltung voraussetzen, doch das ist leider nur selten der Fall und meist nicht gern gesehen.

Wir leben in einem Wirtschafts- und Finanzsystem, welches ewiges Wachstum und somit die fortschreitende Zerstörung der Welt und ihrer Bewohner (ob Menschen, Tiere oder Pflanzen) voraussetzt, um „Wirtschaftskrisen“ zu vermeiden. Der „normale Bürger“, der sich mit seiner Seele, dem Geist und dem Körper auch nur halbwegs im Einklang befindet, hat diese verfahrene Situation schon längst intuitiv erfasst. Warum aber versagen die Politik und die Wissenschaft so gnadenlos?

Die Antworten sind komplex, aber trotzdem leicht zu verstehen. Ich möchte versuchen, nur einige Zusammenhänge sehr komprimiert anzusprechen, um Ihr Interesse an diesen so wichtigen Themen zu wecken. Sie können sich mit wenig Aufwand ein großes (vermeintlich nur Experten vorbehaltenes) Wissen aneignen, welches diese Welt transparenter erscheinen lässt und Ihnen maximale Selbstsicherheit verleiht.

Vor ein paar Jahrhunderten „wusste“ jeder Mensch, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist und sich alle anderen Himmelskörper um sie drehen. Kopernikus wurde bekanntermaßen nicht mit offenen Armen empfangen, als er das heliozentrische Weltbild ermittelte und verkündete. Für die dogmatisch geführte wissenschaftliche Welt war es immer schwer, sich von liebgewordenen Paradigmen zu trennen. Dies erkannte auch Max Planck, der den Ausdruck prägte: „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass ihre Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“ Warum auch sollte man sich belehren lassen? Man lebte schließlich warm und trocken auf Kosten der Untertanen, die man gern mit angeblich wissenschaftlichen oder kirchlichen Drohungen im Zaume hielt.

Mehr denn je werden gerade heute perfektionierte Angstszenarien gegen die Menschen angewandt. Wir alle kennen den Begriff „Finanz- oder Wirtschaftskrise“, obwohl die Bezeichnung „Schulden- und Reichtums-Dilemma“ korrekter wäre. Die Banken werden als systemrelevant bezeichnet und „müssen gerettet werden“, da die Bürger ansonsten ihre Sparguthaben verlieren würden. Ich möchte den Personen aus Politik und Wirtschaft keine bösartige Lüge unterstellen, nichts desto trotz ist diese Aussage die größte anzunehmende Unwahrheit (GAU).

Um diese provokante Aussage zu beweisen, haben mein Kollege Rico Albrecht und ich einen Plan B entwickelt, der in der Wirtschaftswissenschaft mittlerweile weltweit diskutiert wird. Bisher haben wir noch keine grundlegenden „Fehler“ in unserer Konzeption unterstellt bekommen, die nicht auf der Stelle widerlegbar waren. Natürlich kann man gegen unsachliche und propagandistische Angriffe schwer etwas unternehmen. Diese werden gern von der systematisch profitierenden Machtminderheit gestreut und von deren abhängigen Menschen (die selbst unter diesem Wahnsinn leiden) aus Angst vor einer latenten Verelendung unkontrolliert weiter kolportiert.

Eine wesentliche Grundlage der ursächlich verfahrenen Situation erkennen wir historisch bei der Abkehr von der damaligen Versorgungswirtschaft, die allen Menschen diente, hin zu einer Handels- und Profitwirtschaft, die der Allgemeinheit grundsätzlich schadet. Außerdem läuft das auf Schulden basierte Geldsystem exponentiell auf immer wiederkehrende Zusammenbrüche hinaus. Hier finden wir die Ursache einer immer stärker sichtbar werdenden Massenverarmung, einer dramatisch steigenden Umweltzerstörung, vieler unsinniger Kriege usw. Verantwortlich ist der permanent geforderte Wachstumswahn, der sich aus dem verzinsten Geldsystem ergibt und nur einem sehr kleinen „elitären“ Bevölkerungsanteil dient. Ein Finanzsystem, das nahezu der gesamten Bevölkerung schadet und von dem nur äußerst kleine Kreise „leistungslos“ profitieren, muss „radikal“ auf den Prüfstand. Wir können aber nur dann etwas ändern, wenn gerade die unterdrückte Mehrheit erwacht und sich aktiv mit dieser „Ordnung“ beschäftigt. Geschieht das nicht, werden mit mathematischer Präzision alle Bevölkerungsmehrheiten dieser Erde in eine dramatische Verelendung münden.

Unser Plan B basiert auf vier Komponenten und stellt eine mathematisch beweisbare, aber auch spirituell „logische“ Lösung dar, die mit aufgeräumtem Kopf wissenschaftlich abgeleitet wurde. Es handelt sich um ein allgemeinverständliches Konzept, welches mit ein wenig Vorstellungskraft schnell verinnerlicht werden kann. Dadurch unterscheidet es sich grundlegend von der bestehenden Ordnung, bei der ein vergleichbares Verständnis nicht einmal nach einem jahrelangen Studium erreicht wird. Dies ist leicht zu erkennen an der verwirrenden, widersprüchlichen Nachrichtenlage der sogenannten Experten, die die Krise nicht vorhersehen konnten und hilflos längst widerlegte Dogmen ins Mikrofon stammeln.

Kurz möchte ich unseren Plan B nun beschreiben:

1.  Fließendes Geld

Wir haben in unser nachhaltiges Gesamtsystem eine Geldordnung integriert, welche allen Menschen dient. Durch eine Abschaffung der existierenden inflationären Schwundwährungen wie Dollar, Euro, Schweizer Franken usw. bekommen die Menschen wieder eine Berechenbarkeit und Vertrauen in ein stabiles Geldsystem. Ein der Natur nachempfundener Umlaufimpuls sorgt für klare Verhältnisse und einen Stopp der permanent von „Fleißig nach Reich“ strömenden Geldflüsse, ohne utopische Enteignungsmaßnahmen. Auf der Stelle könnten wir den Wachstumswahn stoppen und die sinnlose Energievergeudung massiv herunterfahren. Alle Atomkraftwerke könnten abgeschaltet werden, die aderlassartige Rohstoffplünderung wäre massiv rückfahrbar. Dieses Thema ist eine entscheidende Komponente und sollte sehr sorgfältig nachvollzogen werden.

2.  Das soziale Bodenrecht

Es gibt Menschen die behaupten, sie wären schuldenfrei, weil Sie z.B. ein unbelastetes Grundstück vorweisen können. Sind sie das wirklich? Wenn ein solcher „Eigentümer“ ein paar Jahre lang keine Grundsteuern bezahlt, wird es ihm weggenommen! Wir haben ein Konzept entwickelt, in dem ein durchschnittlicher Grundstücksbesitzer keine Grundsteuern mehr bezahlen muss, sondern stattdessen Boden-Einnahmen generiert. Klingt absurd? Nicht wenn man dieses Bodenrechtsthema mathematisch und wissenschaftlich nachvollziehbar angeht. In meinem Buch „Der Währungs-Countdown“ steige ich tiefer ein, wie man als Grundbesitzer tatsächlich schuldenfrei sein kann.

3.  Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

Bei diesem Thema muss eines von Beginn an klargestellt werden: Wir sprechen nicht von einer Sozialleistung, die durch die Besteuerung von Arbeit finanziert wird, sondern von einem kollektiven Anspruch auf Errungenschaften, die der Allgemeinheit durch frühere Generationen zur Verfügung gestellt wurden. Dabei geht es insbesondere um Erträge, die aus dem technologischen Fortschritt heute automatisch entstehen. Auch sprechen wir nicht von einer Finanzierung in heute üblichen Währungen. Durch fließendes Geld und soziales Bodenrecht sinken die Lebenshaltungskosten enorm, da der 40-prozentige Zinsanteil, der durchschnittlich in allen Preisen enthalten ist, entfällt. Besonders stark sinken die Mieten. Zusätzlich erhalten alle, die der Allgemeinheit keine riesigen Bodenflächen aus Spekulationszwecken entziehen, Überschüsse aus dem sozialen Bodenrecht. Beides zusammen reduziert das erforderliche BGE erheblich. Das BGE für Banken (Zinsen auf Staatsschulden) entfällt. Da die Staatsfinanzierung über fließendes Geld erfolgt, kann der Steuerapparat und weitere unnötige Arbeit abgebaut werden. Daraus ergibt sich mehr Freizeit für Alle, bei gleichbleibendem Angebot an Waren und Dienstleistungen oder ein erhöhtes Angebot, falls die gewonnene Freizeit nicht in Anspruch genommen wird.

Wir wollen das bestehende(!) bedingungslose Spitzeneinkommen in ein „gemeinnütziges“ bedingungsloses Grundeinkommen umwandeln. Zurzeit partizipiert nur eine ultrakleine Gruppe von diesen leistungslosen Bezügen. Denken wir an die Bankensysteme, die ohne jegliche Leistung Geld aus dem Nichts herstellen dürfen und dieses gegen Zinsen verleihen, mit Pfand versteht sich. Oder nehmen Sie einen Milliardär, der in weniger als 10 Jahren daraus an den Kapitalmärkten ohne irgendeine echte Arbeit zwei Milliarden macht. Der Plan B sieht vor, dass alle Menschen einen gerechten Anspruch auf von früheren Generationen geschaffene Werte in Form eines leistungslosen Einkommens erhalten, um endlich von der Verelendungsangst befreit zu werden. Die entstehende Kreativität kann man sich leicht vorstellen.

4.  Eine freie Presse

Wir stellen die sogenannte „Pressefreiheit“, die per Gesetz verankert ist, nicht in Frage. Doch was nutzt sie in der Praxis, wenn die Pressekonzerne von bestimmten Kapitalsammelbecken beherrscht werden. Auch die Presse und ihre meist sehr unzufriedenen und oft kompetenten Journalisten sollten endlich ordentlich bezahlt werden, um investigativ tätig werden zu können, damit sie ebenfalls der Allgemeinheit dienen und nicht mehr vor allem den Personen, die auch vom bedingungslosen Spitzeneinkommen leben. Das ist mit wenigen Parametern zu regeln.

Fazit:

Ich möchte in dieser kurzen Ausgabe nicht tiefer in die Themen einsteigen, aber ich verspreche Ihnen, dass Sie unser Konzept relativ leicht nachvollziehen können, wenn Sie ein wenig Interesse und Offenheit mitbringen. Was in unserer dogmatischen Welt utopisch klingt, ist real umsetzbar. Erkennen Sie dabei bitte den Charakter der Komponenten des Plan B. Nur im Verbund machen sie Sinn. Ein Zwei-Komponenten-Kleber funktioniert auch nicht, wenn man nur eine Komponente untersucht. Wir benötigen keinen Bewusstseinssprung, der gern im ersten Impuls herangeführt wird. Nein, es geht um eine logisch beweisbare Lösung, die den Menschen so belässt, wie er ist. Verändern wir aber die Rahmenbedingungen nach Plan B, würde z.B. eine Person, die ihre Gier auslebt, nicht andere automatisch schädigen, wie es heute der Fall ist. Wir möchten, dass auch bei solchen Aktivitäten immer die Allgemeinheit mit partizipiert.

Ich hoffe ich habe Ihre Neugier geweckt, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen. Informieren Sie sich über diese Themen in Form der 6 stündigen DVD „Plan B“, dem Hörbuch „Steuerboykott“ von Rico Albrecht und dem von mir geschriebenen Buch „Der Währungs-Countdown“.

Den Bewusstseinssprung brauchen wir eher für die wirklich wichtigen Dinge dieser Welt. Die Rahmenbedingungen einer funktionierenden Wirtschaft sollten wir einfach mit unserem Verstand und einer ordentlichen Portion „Ethik“ hinbekommen.

www.wissensmanufaktur.net/plan-b

plan b

Ihr Andreas Popp, Juni 2012
Als PDF-Datei herunterladen: Plan B für Einsteiger


Plan B für Fortgeschrittene:

Plan B: Revolution des Systems für eine tatsächliche Neuordnung


passend dazu:

Steuerboykott – Rico Albrecht

 

Plan B: Revolution des Systems für eine tatsächliche Neuordnung

Plan B: Revolution des Systems für eine tatsächliche Neuordnung 

von Andreas Popp und Rico Albrecht

Plan B ist unsere Alternative zur „Alternativlosigkeit“ der Politik. Anstatt innerhalb des bestehenden Finanzsystems über Wachstum und Schulden zu diskutieren, bieten wir „radikale“ (lat.: Radix = Wurzel) Lösungsvorschläge an. Fließendes Geld, soziales Bodenrecht, bedingungsloses Grundeinkommen und eine freie Presse ergeben im Verbund eine echte Alternative.

Dieses im Internet weit verbreitete Grundlagenwerk von Andreas Popp und Rico Albrecht
gibt es weiterhin in schriftlicher Form kostenlos:

Plan B als PDF-Datei herunterladen:

Deutsch: PLAN B
English (Englisch): plan-b-english.pdf
ελληνικά (Griechisch): Σχέδιο-Β-ελληνικά.pdf
Nederlands (Holländisch): plan-b-nederlands.pdf
Italiano (Italienisch): plan-b-italiano.pdf
Español (Spanisch): plan-b-español.pdf
русский (Russisch): plan-b-russisch.pdf

Plan B - Hörbuch gelesen von Andreas Popp

Aufgrund seiner Länge und zeitlosen Bedeutung erscheint dieser wichtige Text nun
zusätzlich als Hörbuch (deutsch, vorgelesen von Andreas Popp).

 

Einleitung

Stellen Sie sich einmal vor, es gäbe eine Vermögenssteuer! Diese Vermögenssteuer sei gestaffelt nach Vermögen, und zwar so, dass jemand, der zwei Millionen Euro hat, mehr Einnahmen aus dieser Steuer bekommt, als jemand, der nur eine Million Euro hat. Auf der anderen Seite müssen all diejenigen, die kein Vermögen haben, jedes Jahr 10.000 Euro Vermögenssteuer bezahlen.

Wir glauben, dass jemand, der sich öffentlich zu einer derartigen Vermögenssteuer bekennen würde, eher keinen besonders großen Rückhalt in der Bevölkerung erfahren würde, es sei denn, man würde diese Vermögenssteuer sehr unauffällig gestalten und sie in einem Mechanismus verbergen, den kaum jemand durchschaut.

Genau solch einem Mechanismus unterliegen wir schon lange, nur nennen wir ihn nicht Vermögenssteuer, sondern Geldsystem. Jenseits aller steuerpolitischen Überlegungen ist genau dieser Effekt fest in unser Geldsystem eingebaut. Dieses erzeugt allein aufgrund seiner Struktur, die einst willkürlich festgelegt wurde, einen gewaltigen, ständig wachsenden Finanzstrom von Fleißig nach Reich. Diese Transferleistung ist eine Folge des verzinsten Geldsystems und der Art und Weise wie Geld entsteht und in Umlauf gebracht wird.

Der Zinsanteil, der sich in unseren Lebenshaltungskosten verbirgt, liegt heute bei rund 40 Prozent. Dies mag auf den ersten Blick hochgegriffen klingen, doch unabhängig von verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen, die diese Größenordnung ergaben, kann man dies auch leicht mit eigenen Überlegungen selbst nachvollziehen. Allein die monatliche Miete besteht fast nur aus Zinsen, aber auch in den Steuern und Abgaben sind Zinsen enthalten. Sie erhöhen auch alle Preise, da jeder, der an der Wertschöpfungskette beteiligt ist, seine Zinskosten in die Endpreise einfließen lassen muss, was alle Produkte verteuert.

Ein durchschnittlicher Haushalt gibt jährlich ca. 25.000 Euro für seinen Lebensunterhalt aus und bezahlt somit Jahr für Jahr rund 10.000 Euro Zinsen, sofern er auf der anderen Seite keine Zinseinnahmen hat. Verfügt der Haushalt über ein rentabel angelegtes Vermögen in Höhe von etwa einer halben bis einer Million Euro, dann fließen ihm Kapitalerträge zu, aus denen er seinen Zinsdienst ohne Arbeit bestreiten kann. Hat ein Haushalt jedoch kein Vermögen, so muss er unterm Strich Zinsen bezahlen – auch wenn er eigentlich gar nicht verschuldet ist.

Je weiter man sich unterhalb der kritischen Kapitalschwelle befindet, desto mehr zahlt man als Nettozahler in das Zinssystem ein, wobei die Frage, ob man Schulden hat oder nicht, lediglich die Höhe dieser Einzahlungen beeinflusst. Je weiter man jedoch oberhalb der kritischen Vermögensschwelle lebt, desto mehr arbeitsloses Zinseinkommen erhält man als Netto-Zinsempfänger. Die Zuflüsse aus diesem Finanztransfer wachsen in Abhängigkeit vom eigenen Vermögen, so dass man beispielsweise dann, wenn dieses bei einer Milliarde Euro liegt, eine Transferleistung im Gegenwert von 50 Eigenheimen pro Jahr erhält, die von anderen errichtet werden müssen, ohne sie selbst nutzen zu können.

Garantiert wird dieser Anspruch auf ein solches leistungsloses Einkommen durch den im jeweiligen Land zuständigen Staatsapparat, der die Ansprüche und Pflichten des Finanzsystems (notfalls gewaltsam) gegen die Landesbewohner durchsetzt. Der Staat ist hierbei nicht Gestalter sondern Handlanger des Systems. Jeder Staatsbedienstete sollte sich dieser Aufgabe, die er erfüllt, bewusst sein und die Frage stellen, von wem die Staatsgewalt eigentlich tatsächlich ausgeht. Geht sie gemäß Grundgesetz Artikel 20 Absatz 2 vom Volke aus oder im Widerspruch dazu von den Erfindern dieses Finanzsystems?

Berechnet man den gesamten jährlichen Kapitalstrom, der auf diese Weise allein im Zuständigkeitsbereich der Bundesregierung von Fleißig nach Reich transferiert wird, dann kommen wir auf eine Größenordnung, die sogar den Bundeshaushalt übertrifft. Wenn 40 Millionen Haushalte bei durchschnittlichen Lebenshaltungskosten von 25.000 Euro pro Jahr jeweils rund 10.000 Euro (40 Prozent Zinsanteil) in das Geldsystem einzahlen, dann haben wir hier eine signifikante Größenordnung von 400 Milliarden Euro pro Jahr, über die man einmal sprechen sollte, anstatt sie für selbstverständlich hinzunehmen.

Nun wird plötzlich klar, wie leicht man nach Abschaltung dieses Umverteilungssystems einiges finanzieren könnte, wie die Abschaffung aller Steuern bei gleichzeitiger Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Dank der dann wegfallenden Steuerbürokratie ergäbe sich sogar weniger Arbeit für alle bei gleichzeitig höherem Wohlstand.

Aber nein, dieses Thema ist tabu – zumindest bei den Systempolitikern, die von den Finanzherrschern und Eigentümern der Massenmedien gefördert werden und daher das lukrative Pöstchen erhielten, welches sie heute innehaben und im Falle einer Thematisierung des Zinssystems schneller wieder verlieren würden, als sie das Wörtchen „systemrelevant“ aussprechen könnten. Der Zins ist die unantastbare „heilige Kuh“, um die man in Medien und Politik stets einen großen Bogen macht, obwohl genau hier die alleinige Ursache liegt für all die auf uns zukommenden Symptome der Finanzsystemkrise.

Das verzinste Geldsystem ist der Motor der Umverteilung von Fleißig nach Reich. Doch dieser Motor gerät nun ins Stocken, was uns allgemein als „Finanz- und Wirtschaftskrise“ verkauft wird. Doch haben wir wirklich eine Finanzkrise? Die Geldmenge ist doch größer denn je! Von einem Geldmangel kann nun wirklich keine Rede sein! Und auch von einer Wirtschaftskrise ist nichts zu sehen, denn auch produziert wird mehr denn je. Die Wirtschaft produziert Waren und Dienstleistungen im Überfluss. Mittlerweile gibt es kaum noch Abnehmer für all die Erzeugnisse, die die Wirtschaft ständig produziert. Und das soll eine Wirtschaftskrise sein? Nirgendwo sind Fabriken ausgefallen, und alle Läden sind zum Bersten überfüllt! Echte Wirtschaftskrisen sehen anders aus. Einige unserer älteren Leser dürften das noch erlebt haben.

Eine Krise gibt es ausschließlich in dem System, das den permanenten Finanztransfer nach oben antreibt. Unser Geldsystem vermag diese Funktion kaum noch zu erfüllen, denn die Umverteilung hat mittlerweile Ausmaße erreicht, die sich mit rechtsstaatlichen Mitteln nicht mehr aufrechterhalten lassen. Nun zieht man den Strick um den Hals der Steuerzahler immer enger und beseitigt ganz nebenbei den Rechtsstaat, um das Leben dieses auf lange Sicht mathematisch ohnehin zum Scheitern verurteilten Systems noch so lange wie möglich zu verlängern.

„Alternativlos“ ist all dies jedoch nur in den Augen derer, die ihre Privilegien der Tatsache verdanken, dass sie die Systemfrage niemals öffentlich stellen. Die Politikdarsteller aller Systemparteien sehen den einzigen Ausweg in immer mehr Wirtschaftswachstum, mit dem die grenzenlos wachsende Verschuldung durch immer mehr reale Werte unterlegt werden soll. Dies geschieht ohne Rücksicht auf die Folgen für uns und unsere Umwelt durch alle Blockparteien des sogenannten Bundestags.

Aber nun stellen wir uns einmal vor, dieses System bricht tatsächlich in Kürze komplett zusammen. Was kommt dann? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die etablierten Eliten nach dem Neustart mit demselben System einfach wieder von vorne beginnen, welches dann nach zwei bis drei Generationen erneut zusammenbricht. Wir stehen also heute an einem historischen Scheideweg. Wir haben es in der Hand, bei dem bevorstehenden Crash die Weichen zu stellen für eine tatsächliche Neuordnung.

Wie diese Neuordnung aussehen kann und mit welchen Mitteln und Wegen wir dorthin gelangen, ist Thema des Plan B der Wissensmanufaktur.

Plan-B 1. Ist-Zustand

Plan-B
1. Ist-Zustand

1. Ist-Zustand

Bevor wir zum eigentlichen Plan B kommen, der sich aus dem angestrebten Ziel-Zustand und dem Weg zum Ziel zusammensetzt, möchten wir noch einmal ganz kurz den Ist-Zustand und die Ursache der heute beobachteten Symptome auf den Punkt bringen. Dies ist erforderlich, da wir schließlich keinen neuen Staat auf dem Reißbrett konstruieren können, sondern bestehende Gegebenheiten bei einer Planung sorgfältig berücksichtigen müssen.

In der sogenannten „Öffentlichkeit“, also in der virtuellen Realität, die durch Medien- und Politikdarsteller in Form einer veröffentlichten Meinung erzeugt wird, wundert man sich gelegentlich über einige Erscheinungen, für die man offenbar keine Erklärung hat, obwohl man einzelne Symptome durchaus erkennt.

Hierzu gehört eine „Schere zwischen Arm und Reich“, die immer weiter auseinandergeht. Genauer sollte man diese Entwicklung jedoch als zunehmende „Umverteilung von Fleißig nach Reich“ bezeichnen, denn von armen Menschen, die nicht arbeiten, ist schließlich nichts zu holen. Umzuverteilen haben nur die Fleißigen etwas Wertvolles, nämlich die Früchte ihrer Arbeit.

Als weiteres Problem wird die immer schneller wachsende Verschuldung durchaus erkannt. Doch anstatt über die Ursachen zu sprechen, sollen alle Staaten der Erde ihr Wirtschaftswachstum immer weiter beschleunigen und immer mehr Steuern eintreiben, um damit angeblich etwas gegen ihre Verschuldung zu tun. Ewiges Wirtschaftswachstum ist der einzige Ausweg, den all die Medien- und Politikdarsteller vermitteln, die die grundsätzliche Systemfrage stets ausblenden. So erleben wir alle einen irrsinnigen Wachstumswahn, obwohl nichts in der Natur endlos wachsen kann und unser Planet vom bisher Erreichten bereits an vielen Stellen deutlich gezeichnet ist.

Bei der Problematisierung der Staatsverschuldung handelt es sich jedoch um eine riesige Schuldenlüge. Deutschland hat angeblich 2 Billionen Euro Schulden. Bei wem eigentlich? Etwa bei den USA? Die haben selbst umgerechnet 11 Billionen Euro Schulden. Weitere umgerechnet 8 Billionen Euro Schulden soll Japan haben. Rechnet man einmal die Staatsverschuldung aller Staaten dieser Erde zusammen, dann ergibt sich quasi eine „Erdverschuldung“ in Höhe von 32 Billionen Euro! Aber bei wem soll denn die gesamte Erde verschuldet sein? Spätestens beim Zusammenrechnen aller Staatsschulden wird klar, dass in der veröffentlichten Meinung zu diesem Thema etwas nicht stimmen kann. Der Trick besteht darin, die den Staatsschulden gegenüberstehenden, ebenfalls auf dieser Erde real vorhandenen, ständig wachsenden Vermögen konsequent auszublenden. Wir hinterlassen zukünftigen Generationen also nicht nur Schulden, wie dies von mahnenden Politikdarstellern immer wieder behauptet wird, sondern auch Guthaben.

Die Ursache hinter der Umverteilung von Fleißig nach Reich, hinter den immer schneller wachsenden Schulden und Guthaben sowie hinter dem Wachstumswahn wird in der veröffentlichten Meinung jedoch niemals thematisiert: das verzinste Geldsystem. Warum dies so ist, ist vor allem ein Resultat der bestehenden Machtstruktur, an deren Spitze ein gewisses System steht. Diesem System gaben wir von der Wissensmanufaktur den Namen Danistakratie, was man grob als „Herrschaft des Wuchers“ übersetzen kann.

Danista (Latein) bedeutet Wucher, wuchern, Wucherung. Diese Bezeichnung trifft für das bestehende sozialökonomische System in mehrfacher Hinsicht zu. Eine exponentielle Wachstumsfunktion folgt aus dem Zinseszinseffekt, der in unser Geldsystem eingebaut ist. Schulden und Guthaben wachsen – also wuchern – immer weiter und immer schneller. Das System selbst verhält sich wie eine Wucherung und wuchert unersättlich. Aber auch innerhalb des Systems wird gewuchert, und zwar in Form von Zinswucher. Mit Zinswucher sind nicht nur Wucherzinsen gemeint, sondern jeder Zinssatz oberhalb von Null, egal wie klein er auch sein mag, denn aus Sicht der Mathematik bestimmt die Höhe des Zinssatzes lediglich die Zeitskala, auf der die ökonomischen und ethisch verwerflichen Erscheinungen auftreten. Des Weiteren wuchert es aber auch in den Menschen, denn an den Folgen dieses Systems leiden wir alle, was auch zu inneren Wucherungen führen kann.

Die Danistakratie äußert sich zum einen in der Geisteshaltung des unersättlichen Strebens nach immer mehr materiellem Reichtum. Dieses Streben geht mit einem Niedergang von Kultur, Sitte und Moral einher, wodurch sich diese Entwicklung sogar noch selbst verstärkt. Die Danistakratie ist zum anderen in einer internationalen Geldmacht verkörpert, die allen Staaten übergeordnet ist und die globale Herrschaft des Wuchers immer weiter vorantreibt.

An der Spitze der Hierarchie steht also ein System, das über die Menschen herrscht. In diesem System gibt es zwar alle möglichen Teilnehmer, die – meist unfreiwillig – eine bestimmte Rolle spielen. Es gibt jedoch keine personifizierbaren Herrscher wie es einst z.B. in der Monarchie der Fall war. Wenn man von Danistakraten sprechen will, dann sind wir alle als kleine Rädchen dieses Systems Danistakraten.

Direkt unterhalb der Spitze der Hierarchie sind die Massenmedien angesiedelt. Man muss kein Wirtschafts- oder Kommunikationswissenschaftler sein, um feststellen zu können, dass die Deutungshoheit über Geschichte und Gegenwart vor allem eine Frage des Geldes ist. Je größer die Reichweite eines Mediums ist, desto mehr kostet es. Aus diesem Grund ist es selbstverständlich, dass die veröffentlichte Meinung in den Händen derer liegt, die über die nötigen Milliarden verfügen.

Zitat: „Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung bei der ich angestellt bin, herauszuhalten. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Beschäftigung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammons zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr täglich Brot. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Fäden, und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben sind das Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“ (John Swinton, 1829-1901, Chefredakteur der „New York Times“, im Jahre 1880 bei seiner Verabschiedung)

Mehr muss man zum Thema Pressefreiheit in den Massenmedien nicht sagen. Seit dieser Aussage, die vor über 130 Jahren getroffen wurde, hat sich praktisch nichts verbessert. Den Darstellern in den Medien macht es meist auch keinen Spaß, ihre wahre Meinung verschweigen zu müssen und sich für offensichtliche Propaganda missbrauchen zu lassen. Doch wer sich des Geldes wegen als Werkzeug des Systems anbiedern muss, der hat oft keine andere Wahl. Der Volksmund bringt es auf den Punkt: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“ So haben die Massenmedien vor allem die Aufgabe, als Instrument des Systems dieses zu bewahren und die nächste Ebene darunter zu steuern.

Plan B: 1. - Der Ist-Zustand

Plan B: 1. – Der Ist-Zustand

Auf der nächsten Hierarchieebene stehen die Politikdarsteller, jene Spezies, die man nicht in verschiedene Parteien sondern besser in zwei Klassen einteilen sollte. Die einen sind so harmlos, dass sie das System, dem sie dienen, niemals durchschauen und somit auch nicht gefährden. Die breite Parlamentsfüllmasse kann man erfahrungsgemäß in diese Gruppe einordnen. Sie ist primär damit beschäftigt, zu verbergen, wie wenig man eigentlich von dem versteht, was man den ganzen Tag tut. Gerne hört man in diesen Kreisen auf die führenden Stimmen, die einen hinter den Kulissen mit „gutem“ Rat versorgen. Die zweite Gruppe sind die Spitzenpolitiker, denen man selektionsbedingt ausreichend Gier und Gerissenheit unterstellen kann. Sie dürften wissen, dass sie ihre Vorteile und Privilegien nur dann erhalten, wenn sie dem System treu dienen und sich das für ihre Karriere erforderliche Geld sowie die günstige Meinungsmache weiterhin brav erbetteln.

Wir von der Wissensmanufaktur werden immer wieder gefragt, wieso wir keine Partei gründen. Die Antwort ist ganz einfach. Wir wollen diesem System nicht als Partei dienen sondern das System an sich verändern. Viele neue Parteien träumen davon, was sie alles bewirken könnten, und warten darauf, dass ihre guten Ideen endlich das „öffentliche Interesse“ auf sich ziehen. Doch die Gestaltung der veröffentlichten Meinung ist ein Machtinstrument, das ausschließlich dem Systemerhalt verpflichtet ist. Viele gute Leute, die versucht haben, als politische Partei wahrgenommen zu werden, sind leider gescheitert oder haben den Mechanismus, der ihre Bemühungen aussichtslos macht, irgendwann durchschaut und aufgegeben. Anderen steht diese schmerzhafte Erkenntnis noch bevor.

Unterhalb dieser Ebenen stehen dann schließlich die Untertanen des Systems, und das sind wir alle, egal ob fleißig oder reich. Rein materiell betrachtet kann man zwar zwischen Gewinnern und Verlierern der Danistakratie unterscheiden. Doch diejenigen, die man allgemein aufgrund einer oberflächlichen, materialistischen Betrachtung für die Systemgewinner hält, sind meist auch nicht glücklich, auch wenn eine gewisse Dekadenz dies nach außen hin zu verbergen scheint.

2. Ziel-Zustand

Will man heute ein neues Gesamtkonzept präsentieren, erntet man im ersten Reflex oft Unverständnis bei vielen Menschen aus allen Bildungsschichten, auch wenn sie davon stark profitieren würden. Dies ist teilweise verständlich, da sich in unserer „schnelllebigen Zeit“ kaum jemand die Zeit nimmt, umfassende Lösungen komplett nachzuvollziehen. Heute ist man vor allem dank unserer Medienlandschaft daran gewöhnt, dass alles abgekanzelt wird, was man nicht in zwei Sätzen auf Talkshow-Niveau darstellen und seinen Gesprächsgegnern um die Ohren schlagen kann.

Wer die tatsächliche Neuordnung verstehen will, benötigt vor allem eine große Vorstellungskraft, denn dazu muss man sich zuerst von den Grenzen der heutigen Systeme und dem daraus resultierenden, möglicherweise vorhandenen Denkkorsett befreien. Die im Folgenden aufgezeigte Neuordnung besteht aus vier Bausteinen, die man sich leider viel zu oft im Kontext heutiger Rahmenbedingungen vorstellt. Einzeln in das heutige Finanz- und Wirtschaftssystem integriert, werden diese Bausteine jedoch völlig zu Recht als „nicht realisierbar“ bezeichnet. Wer seine Überlegungen jedoch von derartigen Einschränkungen befreit und vernetztes Denken beherrscht, der wird verstehen, dass eine sinnvolle Kombination der einzelnen Elemente in einer tatsächlichen Neuordnung mehr als nur realisierbar ist. Sie führt uns zu einer höheren Evolutionsstufe unserer gesamten Gesellschaftsordnung – jenseits von Gewinnmaximierung und Wachstumswahn.

Plan B: - 2. Der Ziel-Zustand

Plan B: – 2. Der Ziel-Zustand

Ziel des Plan B ist es, ein nachhaltiges Gesamtsystem zu definieren und dieses auch tatsächlich einzuführen. Es besteht aus den Bausteinen fließendes Geld, soziales Bodenrecht, bedingungsloses Grundeinkommen und freie Presse.

Plan B setzt sich aus diesen vier elementaren Bestandteilen zusammen, die zwar einzeln in unser heutiges System eingebaut nicht funktionieren würden, wohl aber in ihrer Zusammenwirkung im Rahmen einer tatsächlichen Neuordnung.

Die hierfür erforderlichen, tieferen Zusammenhänge in wenigen Sätzen einem Talkshow-Moderator oder einer Kanzlerdarstellerin zu erklären, ist natürlich aussichtslos, weshalb man uns trotz der Nachfragen in entsprechenden Show-Formaten nicht zu sehen bekommt. Ein gewisses Niveau des konstruktiven Umgangs miteinander sowie eine Bereitschaft, sich mit umfassenderen Gedankengängen auseinanderzusetzen ist eine Grundvoraussetzung für eine ernsthafte Diskussion. Des Weiteren ist es natürlich auch nicht zielführend, sich an die „Repräsentanten“ des alten Systems zu wenden, während die Entscheidungsträger bei der Debatte gar nicht anwesend sind.

Als wir den Begriff Plan B bekanntgaben, erreichte uns in vielen Reaktionen zuerst die Frage, was ist eigentlich Plan A? Plan A ist „alternativlos“ aus Sicht der heutigen Politikdarsteller und der zugehörigen veröffentlichten Meinung. Er beinhaltet also alles, was momentan läuft und scheitern wird. Dies ist mathematisch sicher und ergibt sich direkt aus dem Verständnis der Exponentialfunktion und ihrer Implementierung in unser Finanzsystem. Jeder, der diese Funktion nicht nur rechnen kann, sondern ihre Konsequenzen wirklich verstanden hat, also die daraus resultierenden Erkenntnisse auf seine alltäglichen Beobachtung übertragen kann, weiß, dass ein Wirtschaftssystem, in das eine Exponentialfunktion eingebaut ist, unmöglich nachhaltig funktionieren kann.

Rein technisch ist Plan A schon lange gescheitert. Die Verlängerung, in der wir uns momentan befinden, geschah auf Kosten des Rechtsstaates. Und je länger dies so weitergeht, desto stärker wird man die Rechtsbrüche und Unterdrückungsmaßnahmen steigern müssen, und zwar ebenfalls mit exponentiellem Wachstum. Die weitere Fortsetzung von Plan A führt zwangsläufig und systembedingt in eine Phase des Faschismus, die laut Definition dann gegeben ist, wenn Banken, Konzerne, Medien und Politiker das Volk gemeinsam unterdrücken.

Plan B ist die Alternative, die heute sofort in Kraft treten kann, um das alte System friedlich und geordnet in ein neues zu überführen. Er kann aber auch erst dann in Kraft treten, wenn das bestehende System nach der Phase des Faschismus gescheitert ist. Je früher die Umstellung erfolgt, desto früher werden sich die Lebensumstände aller Leidtragenden des bestehenden Systems enorm verbessern. Wir hoffen, dass es nicht erst noch so weit kommen muss, dass Polizei und Soldaten auf andere Menschen schießen müssen, denn die Voraussetzungen hierfür wurden gemäß Lissabon-Vertrag bereits geschaffen. Sparen wir uns diese sinnlose Endphase!

2.1 Fließendes Geld

Da der Umverteilungsmechanismus von Fleißig nach Reich, der jenseits aller steuerpolitischen Betrachtungen allein aus dem Geldsystem resultiert, nun hinreichend bekannt ist, möchten wir natürlich auch die von uns favorisierte Lösung einer gerechten Geldordnung kommunizieren. Wir bezeichnen sie als „fließendes Geld“. Dieses Geldsystem ist in erster Linie gemeinnützig und umverteilungsneutral. Dies wird dadurch gewährleistet, dass es anstelle von Zinsen eine andere Umlaufsicherung in Form einer Fließgebühr gibt. Die Erträge aus dem Betrieb dieses Systems fließen dann der Allgemeinheit zu, entlasten sie von Steuern und ermöglichen darüber hinaus ein bedingungsloses Grundeinkommen, welches wir in Kapitel 2.3 noch näher ausführen werden.

Die Privatisierung des Geldschöpfungsrechts in Verbindung mit der Zinsbelastung der gesamten in Umlauf befindlichen Geldmenge ist die zentrale Ursache unserer heutigen Situation. Das unglaubliche Privileg, dass private Institutionen Geld selbst herstellen und gegen Zins verleihen zu dürfen, wird durch das fließende Geld beendet. Das Geldschöpfungsmonopol wird sozialisiert, und die in Umlauf gebrachte Geldmenge von der Zinsbelastung befreit. Hierfür erhält eine dem Volk verpflichtete, gemeinnützige Zentralbank die Geldhoheit.

Die Gegner dieses Rechts auf Geldschöpfung durch eine öffentliche Institution bringen oft den Einwand, dies würde Inflation bedeuten, wenn die „Regierungen“ plötzlich die Macht über die Gelddruckmaschinen bekämen, denn der „Staat“ könne bekanntlich nicht mit Geld umgehen. An dieser Stelle muss man erwidern: „Haben wir die Inflation denn nicht auch schon heute unter der privaten Bankenmacht?“ Wir sprechen auch nicht davon, die Geldhoheit in die Hände derer zu legen, die heute als Politikdarsteller tätig sind. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe benötigt man schon andere Menschen, und zwar solche, die nicht aufgrund einer negativen Auslese in den Parteiapparaten aufgestiegen sind, sondern stattdessen etwas vom Fach verstehen und obendrein gewisse charakterliche Grundlagen mitbringen, wie man sie bei unseren Spitzenpolitikern selektionsbedingt leider nicht vorfinden kann.

Eine wichtige Voraussetzung für die Beschäftigung mit dem Thema fließendes Geld ist es also, die verwendeten Begriffe exakt zu bestimmen, damit eine saubere Vokabelnutzung keine Zweideutigkeiten zulässt. Die Geldmacht darf nicht in privaten Händen, aber auch nicht bei den Regierungen liegen. Sie gehört einzig und allein in Volkes Hand, also dem wahren Staat, der nicht mit der Regierung verwechselt werden darf. Die Deutsche Bundesbank kann hierbei als Vorbild dienen, auch wenn sie durch die Dollarleitwährung nicht wirklich frei agieren konnte. Im Übrigen wäre es falsch zu behaupten, der Staat könne grundsätzlich nicht mit Geld umgehen. Richtig ist, dass die Politikdarsteller, die unter den heutigen Bedingungen eingesetzt werden, das Geldsystem nicht verstanden haben, während mit ihrer Unterstützung der Staat zur Hyperverschuldung gezwungen wird.

Eine gemeinnützige, öffentliche Zentralbank hat klar die Interessen der Menschen im Staat zu vertreten und nicht mehr die eines privilegierten, privaten Bankensystems.

Eine Umlaufsicherung bewirkt, dass Geld auch ohne Zinsen ständig im Umlauf bleibt. Einer Umlaufgebühr kann man leicht entgehen, wenn man sein Geld im Fluss hält, es also verleiht. Die Gebühr wird ähnlich einer Parkgebühr nur dann fällig, wenn jemand den Geldfluss behindert, indem er große Summen der Realökonomie vorenthält. Diese Umstellung des Zinses auf eine Umlaufgebühr ist die entscheidende Grundlage aller nachhaltigen Finanzsysteme – unabhängig von der Ausgestaltung diverser Details, denn sie bewirkt eine Befreiung von der verhängnisvollen Exponentialfunktion, die aus der zinsbehafteten Schuldgeldschöpfung resultiert. Sobald die Erträge aus dem Betrieb des Geldsystems der Allgemeinheit zufließen, anstatt einem privaten Geldmonopol, ergeben sich Möglichkeiten der Finanzierung öffentlicher Aufgaben, die heute nahezu unvorstellbar sind.

Die Frage, wer denn noch sein Geld verleiht, wenn er dafür keine Zinsen mehr bekommt, ist leicht zu beantworten. Die Gegenleistung für das Verleihen von Geld ist die Erhaltung des Geldes. Ein komplett neues Bankensystem ist die Folge, welches kein Geld mehr produziert, sondern im Rahmen einer neuartigen Dienstleistung vorhandenes Kapital als Kredit vermittelt. Die Kreditnehmer müssen dann statt hoher Kreditzinsen nur noch ganz oder teilweise die Umlaufgebühren der „Geldeigner“ übernehmen. Unter dieser Voraussetzung treffen sich Geldverleiher und Kreditnehmer auf Augenhöhe, da nun beide ein echtes Interesse an einem Darlehensvertrag haben. Dann werden plötzlich unglaublich viele sinnvolle Innovationen realisierbar, die im bestehenden System oft am verwehrten Kredit scheitern.

Bei besonderen Erfindungen, die den Wohlstand einer Gesellschaft erhöhen, kann der Staat dann auch selbst Kredite an innovative Unternehmer vergeben, indem er das Geld hierfür herstellt. Der Einwand der Inflation ist auch hier leicht zu entkräften, denn die haben wir ja im bestehenden System ebenso, da auch die Banken bei der Kreditvergabe neues „Geld“ herstellen. Heute erhält jedoch die Gesellschaft keinerlei Gegenleistung für diese Art der Geldentwertung. Wenn aber der Staat dieses Privileg selbst in die Hand nimmt, dann besteht der entscheidende Vorteil darin, dass die Menschen dann keine Steuern mehr dafür bezahlen müssen, wenn der Staat (also wir alle!) in Projekte investiert, die dem Gemeinwohl dienen.

Im bestehenden System muss sich der Staat frisch produziertes Kreditgeld von den Banken leihen und dafür immer mehr Zinsen bezahlen, wenn er z.B. in Forschung, Bildung und Infrastruktur investieren will. Auf diese Zusatzkosten kann man schlicht und ergreifend verzichten. Eine geringfügige, einkalkulierte Inflation (die nicht höher ist als die heutige!) kann als Preis für derartige Errungenschaften betrachtet werden und anstelle von Steuern „erhoben“ werden. Die Geldeigner werden diese Art von Steuer gerne tragen, da sie im Gegensatz zu heute nicht dem Finanztransfer von Fleißig nach Reich dient, sondern den Wohlstand für alle erhöht.

Als weiterer Effekt des fließenden Geldes werden dann auch Erfindungen möglich, die uns massiv die Arbeit abnehmen, wovor im heutigen System noch alle Angst haben. Auch hierzu folgt Näheres im Kapitel über das bedingungslose Grundeinkommen, welches eben nur in Kombination mit diesem Geldsystem möglich und sogar erforderlich ist.

Eine öffentliche Zentralbank mit dem Geldschöpfungsmonopol verändert die Rahmenbedingungen so massiv, dass viele der heutigen Volkswirte und Bankiers unsere Konzeptionen nicht verstehen. Zu lange denken sie schon in den Schranken des herrschenden Systems. Die meisten Bankvertreter wissen noch nicht einmal, dass ihr Institut mit nur 1.000 Euro Kundensparvermögen eine Basis für 100.000 Euro Kreditsumme zur Verfügung hat. Die Zinsen auf das so in Form von Schulden erzeugte Geld fließen danach den Kapital-Danistakraten zu und müssen durch Arbeit vom Schuldner erwirtschaftet werden. Beim fließenden Geld hingegen werden diese Zinsen eingespart, was der Allgemeinheit so viele Mittel bewahrt, dass neben der Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens sogar noch auf sämtliche Steuern verzichtet werden kann.

Es gibt noch andere Einwände und Vorwände gegen ein Geld ohne Zinsen, die sich jedoch von selbst entkräften, wenn man mit etwas gutem Willen versucht, etwas Vorstellungskraft aufzubringen, um dieses auf Silvio Gesells Ideen basierende Geldsystem zu verstehen.

Betrachten wir zum Beispiel die Befürchtung, dass alle Marktteilnehmer in Gold flüchten könnten, um der Umlaufgebühr zu entgehen. Dies können sie gerne tun, denn der Marktpreis für solche Sachwerte spielt keine Rolle für das Funktionieren des Geldsystems als Teil der Infrastruktur einer Volkswirtschaft. Entscheidend ist, dass das Geld als Rechtseinrichtung in Form gesetzlicher Zahlungsmittel trotzdem und erst recht im Umlauf bleibt, also weiterhin fließt.

Auch die Frage „Wer leiht denn dem Staat dann noch Geld, wenn er keine Zinsen dafür bekommt?“ ist einfach zu beantworten: Niemand, und so soll es auch sein! Der Staat macht keine Schulden mehr, also stellt sich diese Frage gar nicht.

Was einzig bleibt, ist die Gefahr, dass hohe Vermögen spekulativ in Boden angelegt werden, was den Preis dieser begrenzten und allen Menschen gleichermaßen zustehenden Ressource in unbezahlbare Höhen treiben könnte. Würde man das fließende Geld isoliert unter heutigen Rahmenbedingungen einführen, dann bestünde diese Gefahr tatsächlich. An dieser Stelle sei jedoch weiterhin darauf verwiesen, dass die tatsächliche Neuordnung vier Bausteine beinhaltet, die aufeinander abgestimmt sind. Gelöst wird diese Frage durch die gleichzeitige Einführung eines sozialen Bodenrechts.

2.2 Soziales Bodenrecht

Die von uns geforderte komplette Erneuerung des existierenden römischen Bodenrechts ist eine sehr heikle Thematik, da manche Menschen sofort interpretieren wollen, man würde ihnen ihr „Eigentum“ streitig machen. Es ist wichtig zu realisieren, dass es in Anbetracht des bestehenden Systems keinen schuldenfreien Grund und Boden gibt, auch wenn man diese Tatsache gern verdrängt. Wenn man über einen längeren Zeitraum seine Grundsteuern nicht bezahlt, kommt unumgänglich der Zeitpunkt, an dem man sein Grundstück zwangsenteignet bekommt. Diese Art von Grundsteuer nimmt man offenbar als„gottgegeben“ hin.

Das soziale Bodenrecht sieht ebenfalls eine Art „Grundsteuer“ vor. Diese soll allerdings nicht wie heute über das verzinste Geldsystem nach oben verteilt werden, sondern denjenigen Menschen als Entschädigung zufließen, die kein Grundstück nutzen.

Jedes Grundstück hat einen Ertragswert, den man kalkulieren kann. Wird der Boden aber nicht genutzt, ist er wertlos. Diejenigen Teilnehmer am heutigen Finanzsystem, denen jährlich so große Finanzströme in Form von Zinseinnahmen zufließen, dass sie mit dem Ausgeben dieser Geldmassen kaum noch hinterherkommen, legen diese permanenten Zuflüsse gerne in reale Werte an, kaufen sich also Grundstücke, selbst wenn sie dann nur brachliegen. Gern melden sich dann diese Personen auch noch z.B. als „Landwirt“ an, um über die als „EU-Kommission“ bezeichnete Lobbyvertretungsbehörde Stilllegungsprämien für diese Grundstücke abzugreifen. Auch diese perfiden Spiele werden im Rahmen unserer integrierten Gesamtlösung automatisch ein Ende haben.

Im Buch „Der Währungs-Countdown“ (Andreas Popp) werden diese Zusammenhänge schlüssig durchleuchtet und allgemeinverständlich im Kontext erarbeitet. Vor allem aber wird auch die Lösung im bestehenden System beschrieben, denn eine Bodennutzungsgebühr als Entschädigung an die anderen Bewohner einer bestimmten Region verursacht im ersten Impuls eine vermeintliche Gefahr der Ungerechtigkeit. Da viele sogenannte Eigentümer ihr Land bereits ganz oder teilweise durch Arbeit oder Erbschaft abbezahlt haben, werden sie kaum bereit sein, nun Gebühren an Nichteigentümer zu bezahlen, die diesbezüglich keine Leistung oder Rechtsgrundlage vorzuweisen haben. Deshalb ist es wichtig, dass diese Eigentümer solange von den Nutzungsgebühren befreit bleiben, bis sich der Vermögenswert Boden theoretisch aufgezehrt hat. Nehmen wir an, jemand verfügt über ein „schuldenfreies“ Grundstück mit einem bestimmten Wert, dann wird diese Summe als eine Art Guthaben zugeordnet, das sich langsam reduziert, da man die Nutzungsgebühren jährlich abzieht. Auf der anderen Seite erhält man aber bereits Gebühren von anderen Grundstücksnutzern, die nicht (oder noch nicht) schuldenfrei waren.

Es geht uns darum, dass man keine rücksichtslosen Ungerechtigkeiten vornimmt, wie sie noch immer(!) ungeklärt sind, wenn man sich z.B. die sogenannten Zwangsenteignungen zwischen 1946 und 1949 in der sowjetischen Besatzungszone gegen die rechtlich einwandfreien Eigentümer ansieht. Wesentlich ist auch, dass man das soziale Bodenrecht nicht mit einem Pachtvertrag verwechselt, der z.B. nach 100 Jahren ausläuft und neu verhandelt werden muss, denn alle Menschen wollen Planungssicherheit und die wird es geben.

Sobald man die elementar wichtigen Zusammenhänge einer neuen Bodenrechtsordnung im Rahmen einer tatsächlichen Neuordnung verstanden hat, erkennt man, dass dadurch niemand etwas verliert. Dies gilt sowohl für die „Reichen“, als auch für die „Armen“. In Verbindung mit fließendem Geld wird lediglich die weitere Umverteilung von Fleißig nach Reich gestoppt, was bei allen(!) Wirtschaftsteilnehmern eine gravierende Erhöhung der Lebensqualität bedeutet.

Nun muss man allerdings zugeben, dass es einige Großkonzerne geben wird, die ihre Grundstücke dann nicht mehr halten werden, sondern verkaufen, da diese nun als Spekulationsobjekt unbrauchbar werden. Wir finden aber, dass man mit diesem „Preis“ leben kann, zumal die Betroffenen eher keine Menschen aus Fleisch und Blut sind, sondern eher juristische Personen wie Aktiengesellschaften oder andere Körperschaften, die gegründet und nicht geboren werden. Demjenigen, der hiergegen den Einwand einbringt, dass dann viele auf den Markt geworfene Grundstücke die Preise stark sinken lassen könnten, muss man entgegnen, dass sinkende Immobilienpreise vor allem sinkende Mieten für alle zu Folge haben. Über hunderte von Jahren haben die Grundstückseigentümer von den steigenden Preisen in Form von leistungslosen Spekulationsgewinnen partizipiert, weshalb man ihnen auch einen gewissen Rückgang des Marktpreises einmalig zumuten kann. Das ist ein erklärbarer Beitrag zur Reduktion der Umverteilung von Fleißig nach Reich, denn sinkende Preise für den Faktor Boden führen auch zu sinkenden Güterpreisen und somit zu mehr Wohlstand für die gesamte Gesellschaft.

Im Buch „Der Währungs-Countdown“ werden die konkreten möglichen Abläufe hierbei detaillierter beschrieben, die über zwei öffentliche Institutionen verwaltet werden, dem Bodenplanungs- und dem Grundbuchbüro. Gerade im Rahmen von überschaubaren Gemeinden oder Städten sind diese Umstrukturierungsmaßnahmen relativ unproblematisch umzusetzen, wenn die Menschen das gesamte Konzept verstanden haben.

2.3 Bedingungsloses Grundeinkommen

„Sozial ist, was Arbeit schafft.“ So oder ähnlich versucht uns die Parteipropaganda mit ihren niveaulosen Wahlplakaten einzufangen. Unterstellt wird bei einer solchen Aussage, man hätte das größte Glück der Erde erreicht, wenn man den ganzen Tag arbeiten darf. Die Grundlage dieser Aussage liegt in dem Dogma, welches wir schon seit frühester Kindheit eingeimpft bekamen: „Wer Geld verdienen will, muss arbeiten!“ Man sollte sich doch einmal fragen, warum es Menschen gibt, die ihr ganzes Leben lang nur schuften und niemals auf einen grünen Zweig kommen, während andere Personen niemals gearbeitet haben und immer in Saus und Braus leben können.

Arbeit und Einkommen werden in der veröffentlichten Darstellung fälschlicherweise untrennbar miteinander verknüpft. Erben reicher Familiendynastien haben bekanntlich ungleich bessere Chancen auf ein sorgenfreies Leben, als die Kinder, die in der x-ten Generation nur durch Arbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Es geht bei dieser Aussage auf keinen Fall um eine Anklage der Erben, die systembedingt völlig rechtens ihr Leben ohne Arbeit verbringen. Trotzdem muss man an dieser Stelle auch einmal das System an sich auf Gerechtigkeit überprüfen. Vorhandenen Reichtum aufzuzehren ist eine legitime Angelegenheit. Eine ganz andere Sache ist jedoch der permanente Vermögensstrom von der arbeitenden Bevölkerung zu den „reichen Arbeitslosen“, der heute systembedingt stattfindet und immer stärker wird. Dies führt konsequent weitergedacht zu „Sao Paolo-Verhältnissen“. Dort haben sich auf einer Seite Slums entwickelt, während auf der anderen Seite durch Sicherheitsdienste abgeschottete Reichenghettos entstanden. Wenn man über diese systematische Entwicklung nachdenkt, kommt selbst ein „Reicher“ zu der Erkenntnis, dass die Lebensqualität auch für ihn als mangelhaft einzuordnen ist.

Erfolg kommt von „erfolgen“. Durch Leistungen (geistig und körperlich) entsteht Wohlstand und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Bedürfnisse der Menschen weitgehend befriedigt sind. Das „Problem“dieses Erfolges ist allerdings, dass dann viele Arbeiten nicht mehr erforderlich sind. Und während die Früchte dieser Arbeit nur den (Ver)-Führern der Danistakratie zufließen, fallen die arbeitenden Leistungsträger durchs Raster, wenn ihr Auftrag erledigt ist. Menschen und Maschinen erwirtschaften Gewinne. Aber die Gewinne werden einseitig an die Kapitaleigner verteilt, die diese Profite in technischen Fortschritt investieren, um danach die Menschen, die den Erfolg erst ermöglicht haben, auf die Straße zu setzen. Diese Ungerechtigkeit ist einfach und verständlich, auch wenn sie unsere Paradigmen auf den Kopf stellen.

Die Menschen wollen in erste Linie keine Arbeit, sondern ein Einkommen. Aus Angst vor Arbeitslosigkeit sind deshalb mittlerweile extrem viele „Einkommensplätze“ entstanden, die keinen Sinn machen – ganz im Gegenteil. Destruktive Jobs kann man im neuen System einfach abschaffen, weil darin das Anrecht der betroffenen Menschen auf eine Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand auch dann erhalten bleibt, wenn ihre Arbeit entbehrlich wird. Denken wir nur an die vielen Menschen in der Steuerverwaltung, Wirtschaftsprüfung, Finanzindustrie usw., die eigentlich nur sinnlos Papier schmutzig machen. Aber auch z.B. die Krankheitsindustrie, deren Hauptaugenmerk darauf liegen muss(!), die Menschen langfristig krank zu halten, um die Arbeit dieser Branche unersetzbar zu machen. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Mit ein wenig Vorstellungskraft wird schnell klar, dass dann mit wesentlich weniger Arbeit für alle gleichzeitig mehr Wohlstand möglich ist.

Die tatsächliche Neuordnung beinhaltet ein bedingungsloses Grundeinkommen, welches nicht alsSozialleistung gemeint ist. Es ist ein kollektiver Anspruch auf Werte, die von vorherigen Generationen geschaffen wurden und von denen alle partizipieren sollen.

Das Ziel der wirtschaftlichen Aktivitäten sollte die Befreiung von der Arbeit sein!

Nun kommt natürlich gern der Einwand, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen gar nicht finanzierbar sei. Natürlich wäre es nicht finanzierbar in Euro, wohl aber in einer ganz anderen Geldordnung! Unser heutiges Geldsystem hat die Aufgabe, eine gigantische Transferleistung von Fleißig nach Reich zu finanzieren, die jenseits aller steuerpolitischen Überlegungen permanent stattfindet. Selbstverständlich bleibt dabei kein Spielraum für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Wir haben eingangs vorgerechnet, dass ein Haushalt, der über kein nennenswertes Vermögen verfügt, pro Jahr 10.000 Euro in das Zinssystem einzahlen muss. Ein Abschalten dieses Mechanismus wird die Höhe des erforderlichen bedingungslosen Grundeinkommens bereits drastisch reduzieren, da jeder Haushalt zuerst einmal von diesen permanenten, gewaltigen Zahlungen entlastet wird. Die übrige Finanzierung erfolgt dann leicht durch die Möglichkeiten, die das fließende Geld eröffnet.

Ein weiterer Einwand ist, dass dann keiner mehr arbeiten will. Wir sprechen aber nicht von einem bedingungslosen Spitzeneinkommen! Es heißt Grundeinkommen und wird von der Höhe her so bemessen, dass niemand mehr zur Arbeit gezwungen sein wird. Wer innerlich gekündigt hat, der kann es dann auch äußerlich tun. Vor allem Mütter, die wohl die wichtigste Aufgabe in einer Gesellschaft erfüllen, können dann, wenn sie es wollen, bei den Kindern bleiben, wobei gerade diese Leistungsträger aus unserer Sicht einen zusätzlichen Bezug erhalten müssten. Eine Mutter braucht ohnehin in unserer Gesellschaft wieder die höchste Anerkennung, die man überhaupt vergeben kann. Aber zurück zu dem Einwand, dass keiner mehr arbeiten würde, wenn er ein Grundeinkommen erhält. Der Mensch ist von Natur aus ehrgeizig und wird weiterhin mehr erreichen wollen, auch wenn er es nicht muss. Umfragen bestätigen, dass die meisten Menschen weiterhin arbeiten würden. Auch die Kreativität der Menschen wird stark ansteigen, wenn die heutigen Existenzängste verschwinden.

Die Frage „Und wer macht dann die ganze harte Arbeit?“ ist leicht zu beantworten. Diese Tätigkeiten werden dann eben höher bezahlt und erreichen schon allein dadurch das Ansehen, das sie verdienen. Es ist ja auch überhaupt nicht einzusehen, dass beispielsweise eine Krankenschwester oder ein Ingenieur weniger verdienen und weniger Ansehen bekommen soll, als jemand, der im Glaspalast sitzt und sich durch Lug und Trug an seinen Mitmenschen bereichert.

Was unter heutigen Rahmenbedingungen idealistisch klingen mag, ist in einer tatsächlichen Neuordnung real umsetzbar. Man muss nur die ausgetretenen Irrwege verlassen und darf sich die von uns genannten Bausteine eines nachhaltigen Gesamtsystems nicht isoliert unter heutigen Rahmenbedingungen vorstellen. Eine große Vorstellungskraft ist gefragt, um diese gesamten Zusammenhänge vollständig zu erfassen.

Im Zusammenhang mit fließendem Geld und sozialem Bodenrecht lässt sich auch das bedingungslose Grundeinkommen entspannt und nachhaltig darstellen. Damit lässt sich endlich auch das Menschenrecht auf Eigentum realisieren, welches eine angemessene Teilhabe jedes Menschen am insgesamt vom Volke erarbeiteten Vermögen vorsieht.

2.4 Freie Presse

Die Herstellung einer unabhängigen Presse hat vielleicht auf den ersten Blick wenig mit einem nachhaltigen Wirtschafts- und Finanzsystem zu tun. Sie ist jedoch eine unverzichtbare Grundlage hierfür. Wenn die Meinungshoheit bei denen liegt, die über das meiste Kapital verfügen, dann wird deren Interesse an einem leistungslosen Kapitalzufluss erneut mit Hilfe dieses Machtinstrumentes durchgesetzt. Zur dauerhaften Sicherung eines zinsfreien Geldsystems ist eine Gewaltenteilung zwischen Medien und Kapital noch wesentlich wichtiger als die Teilung der drei Staatsgewalten.

Es ist unserer Gesellschaft über Jahrhunderte hinweg nicht gelungen, so etwas wie eine unabhängige Presse zu schaffen. Die Medienmacht und somit die Meinungshoheit konzentriert sich in den wenigen Händen, die über die erforderlichen Milliarden verfügen.

Das mutmaßliche Interesse des Kapitals besteht natürlich darin, ein verzinstes Geldsystem durchzusetzen, welches wenigen Menschen ein arbeitsfreies Leben mit unermesslichem Zinsgenuss ermöglicht. Dass sich dann jedoch die Schere zwischen Fleißig und Reich immer weiter öffnet, die Menschheit immer wieder in Kriege geführt wird und der eingebaute Wachstumswahn eine hemmungslose Ausbeutung unseres Planeten zur Folge hat, ist allerdings die unvermeidbare Folge solcher Bestrebungen.

Diese enormen Verwerfungen, die dadurch entstehen, dass sich der gigantische Machtapparat der Massenmedien in den Händen des Kapitals befindet, erfüllen eindeutig jede Voraussetzung für die Anwendung von Grundgesetz Artikel 14 Absatz 2: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ In Absatz 3 ist des Weiteren geregelt, dass eine Enteignung dann zulässig ist, wenn sie für das Wohl der Allgemeinheit erforderlich ist. Hierfür gilt die Voraussetzung einer angemessenen Entschädigung, die unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen ist.

Zur Herstellung einer freien Presse ist es unumgänglich, diese Vorgaben des Grundgesetzes zur Anwendung zu bringen und in die Eigentumsrechte der meinungsbildenden Medienmacht im Interesse der Allgemeinheit einzugreifen. Erfolgen kann dies, indem der Zugang zur Meinungsmaschinerie für alternative Medien geöffnet wird – ähnlich wie auch die Telekom ihr Netz für andere Anbieter zur Verfügung stellen muss, oder wie auch Strom- und Bahnnetz für alternative Anbieter geöffnet wurden.

Umsetzen kann man diese notwendigen Maßnahmen durch eine Art „Medienlastenausgleich“, der die meinungsbildenden Medien dazu verpflichtet, einen bestimmten Anteil ihrer Frequenzen und bedruckten Flächen für alternative Medien zu öffnen, die ansonsten an der Eintrittsbarriere Kapital scheitern. Auf diese Weise wird erstmals in der Geschichte bewirkt, dass auch andere Meinungen als die der Kapitalinhaber über die Presse sowie über die großen Fernseh- und Radiosender verbreitet werden können.

Die Bemessung des Prozentsatzes der Ressourcen, die zur Verfügung gestellt werden müssen, wird so gestaltet, dass dieser sich automatisch aus dem Verbreitungsgrad des jeweiligen Mediums ergibt. Ein einmalig festgelegtes, transparentes Rechenmodell regelt dies automatisch in Abhängigkeit von der Reichweite des jeweiligen Mediums.

Der besondere Vorteil dieser mathematisch festgelegten, automatischen Regelung liegt in der Transparenz für alle Beteiligten. Dieses Verfahren schließt auch – im Gegensatz zu einer zentralen Medienaufsicht – Parteinahme und Machtmissbrauch aus.

Natürlich sollen diejenigen, die ihre Infrastruktur hierfür zur Verfügung stellen müssen, dafür entschädigt werden. Die Entschädigung der privaten Medieninhaber erfolgt durch öffentliche Mittel, die über die öffentliche Zentralbank bereitgestellt werden. Die Einführung der freien Presse geht also Hand in Hand mit den anderen Grundlagen der tatsächlichen Neuordnung und ist natürlich auch nur dann finanzierbar. Wie die anderen Bausteine der tatsächlichen Neuordnung auch, darf man also auch die freie Presse nicht isoliert unter den Rahmenbedingungen betrachten, die heute noch herrschen.

Eine Ausnahme bei dieser Betrachtung stellt natürlich der öffentlich-rechtliche Rundfunk dar, dessen Aufgabe es eigentlich ohnehin sein müsste, die Menschen neutral mit Wissen zu versorgen. In Zukunft werden politische Karrieren ganz anders verlaufen als heute, und der Politikertypus, der heute unter dem Einfluss des Kapitals und der privaten Massenmedien steht, entwickelt sich zum Auslaufmodell. Somit kommt die Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Medien von ganz allein in wesentlich objektivere Hände.

Ein nachhaltiges Gesamtsystem als tatsächliche Neuordnung

Die Kombination dieser vier Bausteine schafft eine tatsächliche Neuordnung, die uns die Abschaffung aller Steuern, ein bedingungsloses Grundeinkommen und eine erhebliche Reduktion unserer Arbeitszeit ermöglicht.

Diese Ziele mögen aus heutiger Sicht hochgegriffen klingen, vielleicht gar idealistisch. Hält man sich jedoch vor Augen, dass heute im Durchschnitt jeder Haushalt, der über kein nennenswertes Vermögen verfügt, pro Jahr rund 10.000 Euro Transferzahlungen in das Zinssystem abführen muss, wird schnell klar, welch enormes Potential sich freisetzen lässt, sobald dieser Kapitalstrom von Fleißig nach Reich abgeschaltet wird.

Selbstverständlich ist es auch dann noch möglich, weiterhin Steuern zu erheben, wenn sie sinnvoll sind, um bestimmte Prozesse zu „steuern“. Daher kommt ja auch der Begriff „Steuern“. Ihr ursprünglicher Zweck bestand nicht in der Beraubung, sondern in der Steuerung, so dass man beispielsweise Verhaltensweisen fördert, die der Gesellschaft und der Natur zugutekommen, während man destruktives Verhalten besteuert.

Wer nun noch den Einwand erhebt, dass die Abschaffung aller Steuern viele Steuerberater und Finanzbeamte arbeitslos mache, der möge sich bitte noch einmal die vier Bausteine des nachhaltigen Gesamtsystems genau anschauen, insbesondere das bedingungslose Grundeinkommen. Wir können es uns dann leisten, alle Steuerberater und Finanzbeamten sowie alle anderen Menschen, die sich heute mit der sinnlosen Verwaltung eines unnötigen Steuersystems beschäftigten müssen, mindestens in gleicher Höhe wie bisher weiterhin zu bezahlen. Selbst wenn wir all diese Menschen in bezahlten Dauerurlaub schicken, wird sich die Menge an Waren und Dienstleistungen, die unsere Volkswirtschaft erzeugt, nicht reduzieren, im Gegenteil, sie wird sogar steigen, da auch der produktive Anteil der Bevölkerung durch den Wegfall der unnötigen Formalitäten entlastet und in seiner eigentlichen Arbeit nicht länger behindert wird.

Die produktiv arbeitenden Menschen versorgen den unproduktiven (und trotzdem hart arbeitenden!) Teil der Gesellschaft auch heute schon mit Waren und Dienstleistungen. Und diejenigen, die tagtäglich sinnlose Formulare wälzen müssen, haben meist ohnehin keinen Spaß an ihrer nutzlosen Arbeit. Sie können es dann in ihrer Freizeit – wenn sie denn unbedingt eine Beschäftigung brauchen – mit produktiver Arbeit versuchen und damit die wirklich werktätigen Menschen entlasten, die es unter den neuen Rahmenbedingungen begrüßen werden, wenn ihnen jemand die Arbeit abnimmt.

Die tatsächliche Neuordnung wird Arbeitslosigkeit erstmals in der Geschichte ganz neu definieren, nämlich nicht als Katastrophe, sondern als Errungenschaft, die von uns allen angestrebt wird. Weniger Arbeit bei mehr Wohlstand, Beendigung des Wachstumswahns und ein Leben im Einklang mit unseren Mitmenschen und unserem begrenzten Planeten sind die realistische Alternative für das Zeitalter nach dem Kapitalismus, das man in einer tatsächlichen Neuordnung auch als Zeitalter des Humanismus bezeichnen kann.

3. Der Weg zum Ziel

3.1 Grundlagen

Nachhaltige Wirtschafts- und Finanzsysteme findet man in der Literatur und im Internet in einer kaum überschaubaren Vielfalt. Es kommen auch täglich Menschen auf uns zu, die uns noch mehr innovative Ideen vorstellen möchten. Wir haben jedoch keinen Mangel an nachhaltigen Modellen für die Zukunft. Wir haben einen Mangel an konkreten Handlungsmöglichkeiten, mit denen man ein besseres Modell zur Umsetzung bringen kann. Theorien, die in den Bibliotheken verstauben, gibt es genug, und wir betrachten es nicht als unsere Aufgabe, den Archiven noch ein weiteres Werk hinzuzufügen.

Es ist jetzt die Zeit zum Handeln! Es geht um einen realistischen Weg, der den heutigen Zustand mit dem gewünschten Ziel verbindet. Das Zeitfenster des nahenden Zusammenbruchs des heutigen Finanzsystems ist eng, und es besteht die große Gefahr, dass dieselben Machtstrukturen danach mit demselben System einfach einen Neustart durchführen, wonach die Ausbeutung der Menschen und der Erde für weitere Generationen noch weiter voranschreiten würde.

Bei der Ausarbeitung des Plan B lag es uns daher besonders am Herzen, den wichtigen Aspekt der Umsetzung zu integrieren. Plan B beinhaltet also neben dem nachhaltigen Gesamtsystem vor allem auch die konkreten Maßnahmen, also den Weg zum Ziel. Wir gehen nun den entscheidenden Schritt weiter und beginnen. Wir wenden uns hierbei natürlich nicht an die Politikdarsteller und werben auch nicht um ihre Gunst, wenngleich wir diesen Versuch pro forma in einem ersten Schritt durchführen müssen, um den Bestimmungen des Grundgesetzes Genüge zu tun.

Die zwei wichtigsten Grundlagen, damit das nachhaltige Gesamtsystem nicht nur Theorie bleibt, sondern zu einer tatsächlichen Neuordnung wird, ist die Errichtung einer öffentlichen Zentralbank mit alleinigem Geldschöpfungsrecht und eine Befreiung von der sogenannten Staatsverschuldung. Für beides werden wir die notwendigen Maßnahmen selbst einleiten.

Im Rahmen des fließenden Geldes wird das Geldschöpfungsmonopol auf diese öffentliche Zentralbank übertragen. Kreditäre Geldschöpfung durch Geschäftsbanken ist dann nicht mehr möglich, so dass sich die Aufgabe der Banken wieder auf die Vermittlung von Kapitalnachfrage und Kapitalangebot konzentriert. Die aus der heute praktizierten Giralgeldschöpfung resultierende, immer schneller wachsende Staatsverschuldung wird dann gestoppt.

Plan B: Der Weg zum Ziel - Grundlagen

Plan B: Der Weg zum Ziel – Grundlagen

Im diesem Zuge wird dann auch die überfällige Staatsentschuldung durchgeführt. Hierfür gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten.

Die von den Politikdarstellern nach wie vor suggerierte Methode ist die Rückzahlung der Staatsschulden. Es ist jedoch kaum vorstellbar, mit welchen Repressalien der Staat den Steuerzahlern zwei Billionen Euro abnehmen könnte, um dieses Geld dann an Banken und Vermögende zu übertragen, deren Forderungen größtenteils aus dem unsittlichen Zinseszinssystem resultieren. Aber abgesehen davon scheidet diese Methode schon allein dadurch aus, dass sie mathematisch und finanztechnisch unmöglich ist. Da sämtliches im bisherigen System vorhandene Geld in Form von Schulden entstand, würde selbst der Versuch einer Rückzahlung eine sprunghafte Reduktion der Geldmenge bewirken. Die Wirtschaft käme mangels Tauschmittel zum Erliegen, und unnötiges Leid wäre die Folge.

Da die Rückzahlung somit ausscheidet, stellt sich die Frage nach einer Annullierung der Staatsschulden, was den Staatsbankrott bedeutet. Ein Staatsbankrott ist bei Weitem nicht so dramatisch wie es heute dargestellt wird, es kommt nur darauf an, wie man ihn gestaltet. All die Staaten, die in der Geschichte (zum Teil schon mehrfach) bankrott waren, sind heute nach wie vor auf der Landkarte zu finden. Die Annullierung der Staatsschulden führt nur dann zu Not und Elend, wenn man sie falsch anpackt. Waren und Dienstleistungen sind im Überfluss vorhanden. Die physische Ökonomie wird von einem Staatsbankrott überhaupt nicht tangiert, wenn man die richtige Methode anwendet.

Eine Rückzahlung der Staatsschulden ist also unmöglich, und eine Annullierung unter Anwendung der falschen Methode würde zu einer unnötigen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und unseres Wohlstands führen. Daher stellt sich nun natürlich die Frage nach der richtigen Methode, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt, Ruhe und Ordnung sowie die Funktionsfähigkeit der physischen Ökonomie bewahrt.

Diese Methode einer sauber kontrollierten Staatsentschuldung, die die Menschen entschuldet, aber nicht enteignet, besteht darin, Staatsanleihen unter Aufhebung der Zinspflicht in gesetzliche Zahlungsmittel zu konvertieren. Anders ausgedrückt: Jemand der seine Ersparnisse heute in Staatsanleihen investiert hat, geht im Gegensatz zum unkontrollierten Staatsbankrott nicht leer aus, sondern erhält durch diese Umwandlung ein Guthaben in gleicher Höhe. Oder ganz anders ausgedrückt: Das Geld im Gegenwert der Staatsanleihe wird auf diese Weise erzeugt.

An diesem Punkt wird natürlich bei entsprechend konditionierten Systemvertretern sofort der Inflationsreflex ausgelöst. Dabei ist es jedoch mathematisch zwangsläufig, dass eine Fortsetzung des bestehenden Geldsystems eine wesentlich höhere Inflation zur Folge hätte. Momentan wächst die Geld- und Schuldenmenge exponentiell. Sie muss sich daher immer weiter von der realen Wirtschaftsleistung entfernen, die dauerhaft keinesfalls exponentiell wachsen kann. Eine Umwandlung der Staatsanleihen in Guthaben hätte zwar eine Ausweitung der Geldmenge zur Folge. Dies geschähe jedoch einmalig und final, während die Inflation im herrschenden Finanzsystem theoretisch endlos weitergehen muss.

Die inflationäre Wirkung wird demnach dauerhaft deutlich geringer sein als bei einer Fortsetzung des bestehenden Systems. Es bleibt die Frage nach der kurzfristigen Auswirkung auf die Verbraucherpreise. Hierbei ist zu beachten, dass die in Staatsanleihen angelegten Gelder, nur weil sie in Guthaben konvertiert werden, nicht schlagartig nachfragewirksam auf den Markt strömen. Bei diesem Kapital handelt es sich um Sparvermögen, das nicht für den kurzfristigen Konsum sondern für Vorsorgezwecke vorgesehen ist.

Es bleibt zu erwähnen, dass nicht die gesamte Staatsverschuldung auf diese Weise in Guthaben konvertiert wird, sondern lediglich der Anteil, dem tatsächlich Spargelder gegenüberstehen. Staatsschulden, die allein aus der Giralgeldschöpfung durch Geschäftsbanken resultieren, waren ohnehin nie für eine Rückzahlung vorgesehen, sondern dienten von Anfang an nur dazu, den Steuerzahlern das Geld für die Zinsen aus den Taschen zu ziehen. Dieser Teil der Staatsverschuldung, dem keinerlei reale Grundlage gegenübersteht, kann ohne Auswirkungen auf Menschen und Realwirtschaft ersatzlos annulliert werden.

Diese Methode der Staatsentschuldung geht zurück auf Gottfried Feder (1883 – 1941), der sie in seinem„Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft“ bereits im Jahre 1919 forderte. Leider trug Feder damals auch zum Aufstieg der NSDAP bei, weshalb viele heute die Brechung der Zinsknechtschaft fälschlicherweise mit dem 1933 installierten Nazi-Regime in Verbindung bringen, das jedoch Feders Zinskritik anschließend ebenso bekämpfte, wie es auch die kapitalistisch geführten Demokratien taten und noch heute tun.

Die Einführung einer öffentlichen Zentralbank mit Geldschöpfungsmonopol und die Staatsentschuldung sind die zentralen Voraussetzungen für den Übergang zur tatsächlichen Neuordnung. Nun kommen wir zu den konkreten Maßnahmen, mit denen wir diese Grundlagen schaffen und die vier Komponenten des nachhaltigen Gesamtsystems umsetzen werden.

3.2 Umsetzung

Wir stellen keine Forderungen an irgendeinen Politikdarsteller. Es wäre töricht, sich z.B. an den Darsteller eines Arztes in einer Fernsehserie zu wenden, um ihn nach einer realen Herztransplantation zu fragen, selbst wenn dieser Darsteller möglicherweise sogar zusagen würde. Wer einen Schauspieler mit der Rolle verwechselt, die er spielt, der wird vermutlich auch Angela Merkel mit Frau Bundeskanzlerin ansprechen und von ihr erwarten, dass sie den Karren aus dem Dreck zieht. Das kann sie nicht, und das ist auch nicht ihre Aufgabe. Hierzu fehlt ihr – wie jedem anderen Politikdarsteller auch – die Kompetenz in jeder Hinsicht, also sowohl die fachliche Kompetenz als auch die Entscheidungskompetenz.

Wir bitten keinen der heutigen Marionetten der Danistakratie darum, irgendetwas zu tun, sondern wir machen es selbst. Dennoch werden wir in einem ersten Schritt, um die Vorgaben des Grundgesetzes einzuhalten, die Politikdarsteller vor eine Entscheidung stellen, die zeigen wird, ob unsere Analysen richtig sind. Es könnte ja sein, dass wir uns irren. Vielleicht haben wir ja gar keine Danistakratie, sondern eine wunderbar funktionierende „Demokratie“, und die Parlamentarier warten nur darauf, dass sie endlich ein Konzept wie unseres bekommen, um es dann ebenso schnell durchzuwinken wie derzeit jeden „alternativlosen“ Rettungsschirm auf Kosten der arbeitenden Menschen.

Laut Grundgesetz Artikel 20 Absatz 2 hat die Staatsgewalt vom Volke auszugehen. Demgegenüber steht heute ein Finanzsystem, von welchem nahezu das gesamte Volk überhaupt nicht profitiert. Wenn „alternativlose“ Rettungspakete vom Volke zwangsweise abverlangt werden, dann geht die Staatsgewalt eben nicht vom Volke aus. Die Vorgaben des Grundgesetzes sind hierdurch bereits verletzt.

Es stellt sich nun die Frage, was wohl passieren würde, wenn man ein neues Finanzsystem, welches nachweislich dem Volke dient, per Gesetzesentwurf in den Bundestag einbringen würde. Dieser Schritt mag zwar einen vorhersehbaren Ausgang haben, aber die weiteren Schritte erfordern, dass man ihn versucht hat.

Wir sind also momentan dabei, die Grundlagen und Maßnahmen zur Herstellung einer tatsächlichen Neuordnung in Gesetzesentwürfe umzuwandeln, um diese dann auf dieselbe Art und Weise durch den Bundestag zu schleusen, wie es die Lobbyisten des Finanzsystems heute ständig tun. An den erforderlichen Kontakten zu Abgeordneten mangelt es unserem Institut natürlich nicht. Wir werden also in die Rolle von Lobbyisten schlüpfen. Der Unterschied zu den üblichen Lobbyisten des Finanzsystems besteht natürlich darin, dass wir uns wohl mit Fug und Recht als Lobby des Volkes bezeichnen dürfen, denn wenn die tatsächliche Neuordnung in Kraft tritt, dann werden alle Menschen davon profitieren.

„Das Volk als Lobbyist?“ So etwas gab es in der Geschichte der BRD bisher noch nie. Allerdings möchten wir an dieser Stelle auch gleich die Hoffnungen bremsen. Die Vorstellung, dass sich das Parlament dem Volke anschließen könnte, halten wir selbst für illusorisch. Den Personen, die heute Regierung spielen, trauen wir eine derartige Machtübernahme nicht zu. Wir rechnen also natürlich nicht ernsthaft damit, dass man unsere Gesetzesentwürfe ebenso schnell und ungeprüft durchwinken wird, wie die von der Finanzmacht eingereichten Enteignungsmaßnahmen gegen das deutsche Volk. Falls doch, dann haben wir uns eben diesbezüglich glücklicherweise geirrt. Das stört uns dann nicht weiter, sondern ganz im Gegenteil, das Ziel wäre schneller als gedacht erreicht, und wir sparen uns die weiteren Schritte.

Nach einem Scheitern dieses gut gemeinten Versuchs, werden sich die Fronten natürlich etwas verhärten und damit auch die Maßnahmen. Gemäß Grundgesetz Artikel 146 gilt: „Dieses Grundgesetz […] verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“ Die gesetzlichen Bestimmungen zur Durchführung einer solchen Entscheidung sind zwar noch nicht vorhanden, aber auch hieran arbeiten wir auf dieselbe oben genannte Weise ebenso wie an dem dann erforderlichen Verfassungsentwurf.

Wenn auch diese Versuche scheitern, wovon wir angesichts der nicht vorhandenen Gewaltenteilung zwischen Kapital, Medien und Politik leider ausgehen müssen, dann bliebe an sich nur die Möglichkeit, dem Zerfall des bestehenden Systems tatenlos zuzusehen. Das Zinseszinssystem würde seine verheerende Wirkung noch auf die Spitze treiben. Exponentiell wachsende Zins- und Steuerzahlungen können theoretisch noch so lange erzwungen werden, bis sie das linear wachsende Bruttoinlandsprodukt übersteigen, was aufgrund der Zinseszinsfunktion mathematischen zwangsläufig ist. Dies wäre dann aber auch der allerspäteste Zeitpunkt für das vorprogrammierte Ende dieses Systems.

Plan B: Der Weg zum Ziel - Umsetzung

Plan B: Der Weg zum Ziel – Umsetzung

Bis dieses Ende erreicht ist, wird allerdings ein immer stärkerer Machtapparat aus Banken, Konzernen, Medien und den ihnen dienenden Politikern und „Staatsdienern“ immer stärkere Unterdrückungsmaßnahmen gegen das Volk durchführen müssen. Der Vertrag von Lissabon lässt bereits das Schlimmste befürchten. Diese Zeit nennen wir die Phase des Faschismus. Sie geht einher mit der Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung, die dann (noch stärker als bisher) voranschreitet. Der Verfassungsschutz und alle anderen „Staatsdiener“ sind angesichts dieser zwangsläufigen Entwicklung aufgefordert, dem wahren Staat, also allen Menschen zu dienen, und nicht länger diesem verfehlten Finanzsystem und seinen Aggregaten. Sie haben die Pflicht, die Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung, die momentan von Brüssel, Berlin und Karlsruhe aus betrieben wird, zu verhindern.

Wir hoffen nicht, dass wir die Phase des Faschismus noch absolvieren müssen. Doch angesichts des dargestellten Sachverhalts, ist genau dies leider unsere Prognose. Daher haben wir auch für diese Phase die notwendigen Maßnahmen bereits ausgearbeitet.

Gemäß Grundgesetz Artikel 20 Absatz 4 gilt: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese [verfassungsmäßige] Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Diese vorgeschriebene „andere Abhilfe“ haben wir nun beschrieben. Mit ihrer Umsetzung haben wir bereits begonnen. Wenn diese Maßnahmen scheitern, dann stellt sich im Prinzip nur noch die Frage, ob die Revolution aller Menschen gegen das System, das sie unterdrückt, gewaltsam oder friedlich ablaufen wird.

Die Wissensmanufaktur steht selbstverständlich klar für die friedliche Variante ein. Die Methode des Widerstands muss allerdings durchdacht sein und berücksichtigen, dass Mehrheiten mangels Medienunterstützung illusorisch sind. Wir benötigen also einen Weg, bei dem es genügt, wenn nur fünf bis zehn Prozent der Menschen mitwirken. Dies ist ein realistisches Potential, welches man trotz der gegebenen Umstände erreichen kann. Gäbe es eine freie Presse, könnte man ja auch eine Partei gründen und eine sinnvolle Veränderung über Wahlen versuchen, doch dieser Weg ist leider verbaut.

An diesem Punkt stellt sich natürlich die Frage, was jeder Einzelne heute schon konkret tun kann. Dieses Thema wird unter www.wissensmanufaktur.net/steuerboykott (Rico Albrecht) näher erläutert, wobei speziell die Methoden des aktiven und passiven Widerstands schonungslos und allgemeinverständlich aufgearbeitet werden.

Die Perspektive

Eine Exponentialfunktion kann sich auch positiv auswirken, nämlich dann, wenn immer mehr Menschen die genannten Zusammenhänge verstehen und für eine Veränderung eintreten. Noch sind es wenige Menschen, die langsam erwachen, aber es werden immer mehr und dieser Prozess geht nur in eine Richtung. Wenn wir uns jetzt in dieser wichtigen Zeitphase nicht auseinanderdividieren (lassen) und uns nicht in Details einzelner Lösungsmodelle verzetteln, dann haben wir eine gute Chance, dass das heutige System an diesem historischen Scheideweg nicht wieder neu aufgelegt wird. Es liegt an uns Danistakraten. Rücken wir also zusammen und arbeiten gemeinsam an einem STOPP dieses Wahnsinns! Wir haben es in der Hand, bei dem bevorstehenden Crash die Weichen zu stellen für eine tatsächliche Neuordnung.

Unsere Nachfahren werden es uns danken.

Ihr Andreas Popp und Rico Albrecht, November 2011

Plan B als PDF-Datei herunterladen:

Deutsch: PLAN B
English (Englisch): plan-b-english.pdf
ελληνικά (Griechisch): Σχέδιο-Β-ελληνικά.pdf
Nederlands (Holländisch): plan-b-nederlands.pdf
Italiano (Italienisch): plan-b-italiano.pdf
Español (Spanisch): plan-b-español.pdf
русский (Russisch): plan-b-russisch.pdf

Siehe auch:

Kurze Einführung ins Thema: Plan B für Einsteiger

Plan B wurde am 01.10.2011 erstmals im Rahmen des Wissens-Forum 2011 vorgestellt.
Die DVD mit allen Vorträgen dieser Veranstaltung ist verfügbar in unserem Shop.

 

Andreas Popp über Parteivertreter und Volksvertreter – Interview bei RT deutsch

Andreas Popp über Parteivertreter und Volksvertreter – Interview bei RT deutsch

Veröffentlicht am 06.01.2016

Politische Parteien als Auslaufmodell – Andreas Popp

Politische Parteien als Auslaufmodell – Andreas Popp

Veröffentlicht am 16.12.2015

Abschaffung der politischen Parteien? http://www.wissensmanufaktur.net/ausl…
English: http://www.wissensmanufaktur.net/medi…
Intuitiv weiß es eigentlich jeder. Eine politische Partei ist eine Maschine zur Fabrikation kollektiver Leidenschaften. Dadurch entsteht aber auch ein kollektiver Druck gegen eigenständig denkende Menschen. Der einzige Zweck der Partei ist Wachstum ohne jedwede Grenze.
Aufgrund dieser Punkte ist jede Partei im Keim und Streben totalitär!
Täglich und stündlich wird uns Gelegenheit gegeben, an den Vorgängen des politischen Tagesgeschäfts diese Zusammenhänge zu realisieren. Es ist ein globales Problem, sobald der Begriff der „Demokratie“ als Vorwand genutzt wird, um eine totalitäre Macht zu verschleiern.
Wie oft beobachtet man den Vorgang, dass Mitgliedermassen verschiedener Parteien, die sich jahrelang bis aufs Messer bekämpften, plötzlich miteinander sich schulterklopfend durch den politischen Alltag ziehen, als wären sie seit Jahren beste Freunde. Über Nacht. Und nur, weil ihre Führer sich einmal die Hand reichten zu irgendeinem Zweck. Wie findet man bei solchen Tatsachen die wirkliche und feste Überzeugung, wo Überzeugung überhaupt? Sie fehlt. Es ist ein empfindungsloses Mitmarschieren vieler Tausende, die dadurch für das Große wertlos sind. Auf solchem Boden kann niemals eine Politik entstehen, die der Allgemeinheit dient, oder gar in den Gesetzen der Natur schwingt. Im Rahmen der Parteiendemokratie kann deshalb auch niemals unsere politische Weltlage gesunden.

Als PDF-Datei herunterladen: Politische Parteien als Auslaufmodell


passend dazu:

Interview bei RT deutsch

Volksvertreter

Die Wahl der „Volksvertreter“ 2015

 

Die Wahl der „Volksvertreter“ 2015

Wahl der „Volksvertreter“

Wer soll das Volk gegenüber den Mächtigen vertreten?

Veröffentlicht am 06.09.2015

Seit mehr als 25 Jahren steht der ehemalige Vorstandsvorsitzende einer sehr erfolgreichen
Unternehmensgruppe mit seiner konstruktiven Ordnungskritik im Licht der versierten Öffentlichkeit. Die sogenannte Finanzkrise prognostizierte der unabhängige Forscher lange Jahre vor der „Lehmann-Brother-Pleite“.
Andreas Popp, Jahrgang 1961, Dozent für Makroökonomie, begann seine Laufbahn 1983 im Bereich Risk-Management bei einer Unternehmenstochter der Londoner Guardian Royal Exchange Ltd. in Hamburg.
Ab 1984 war er verantwortlich für die Unternehmensorganisation der Popp GmbH und wurde im Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender der Popp AG. Das im Jahr 1959 von seinem Vater gegründete Unternehmen verwandelte er zu einer prosperierenden Unternehmensgruppe.
Im Januar 2007 zog er sich als Vorstandsvorsitzender zurück, um sich der wissenschaftlichen Arbeit innerhalb der Wissensmanufaktur zu widmen. Das dort gesammelte Wissen vermittelt er in seinen spannenden Vorträgen. Dabei wird er nicht müde, die Gesellschaft zum Positiven zu verändern.
Der international bekannte Autor und „Klardenker“ hinterfragt und erklärt seit Jahren die Politik- und Wirtschaftswelt.
Die frappierenden Ergebnisse jenseits des Mainstreams kommuniziert er in allgemeinverständlicher, heiterer Form. Seine Bücher und sonstigen Publikationen sprechen für sich, selbst bei TV-Auftritten redet er Klartext.
Sein Credo: Um dem Kern der Wahrheit näher zu kommen, müssen auch noch so selbstverständliche „Tatsachen“ auf den Prüfstand!


Immer wieder vor einer Wahl häufen sich entsprechende Anfragen in der Wissensmanufaktur:

  • An wen sollte man seine Stimme abgeben?
  • Was ist von dieser oder jener neuen Partei zu halten?
  • Sollte man seine Stimme evtl. ungültig machen oder sie lieber behalten?
  • Wie kann man sich außerhalb des künstlich angelegten Parteien-Spielfeldes sinnvoller engagieren?

Die Art der Fragen zeigt deutlich, dass ein großes Misstrauen der Menschen gegenüber der Politikerszene herrscht.

Formal gibt es in der Bundesrepublik Deutschland ein aktives und ein passives Wahlrecht. Jeder Wahlberechtigte hat also das Recht, seine Stimme abzugeben und das Recht, sich selbst zur Wahl zu stellen.

Entschieden werden die Wahlen dann durch diejenigen Medienkonzerne, denen es gelingt, bei der Wählermasse die gewünschte Meinung zu bilden. Die wichtigste Zielgruppe hierfür sind also die ca. 90 Prozent der Menschen, deren Urteilsfähigkeit im Modell der Gaußschen Normalverteilung dem Mittelmaß zugeordnet werden muss. Entsprechend steht auch heute bereits fest, dass die bei den Meinungsmachern beliebte Einheitspartei, die CDUCSUSPDFDPGrünenLinke – auch bekannt als Kapitalistische Einheitspartei Deutschlands (KED) – wohl wie üblich über 90 Prozent der Wählerstimmen erreichen wird. Aktuell veröffentlichte „Umfragen“ der Meinungsmachungsinstitute bestätigen regelmäßig diesen Trend.

Wie wir in unseren Werken Steuerboykott und Plan B bereits klar artikulierten, sehen wir im sogenannten Wahlgang höchstens Chancen für kleine Veränderungen im System, jedoch keine Chancen für grundlegende Veränderungen am System. Geschickt deckt die KED praktisch alle Themen (abgesehen von der grundsätzlichen Systemfrage) ab. Ist man beispielsweise für oder gegen ein Tempolimit, für höhere oder niedrigere Steuern und so weiter – irgendeine Blockpartei findet sich immer, die die Wählerstimmen für die jeweilige Position einfängt.

Viele neue Parteien und andere Gruppierungen sprießen zurzeit wie die Krokusse im Frühjahr aus dem Boden und Buhlen um die Gunst der Meinungsmacher.

Auch die „Grünen“ starteten nach unserem Dafürhalten einmal mit den besten Absichten und sind heute völlig dem Mainstream angepasst – haben sozusagen eine „Vermainstreamung“ durchlaufen – und sind zur normalen Blockpartei mutiert, die von dafür „angemessenen“ Personen repräsentiert wird.

Die hoffnungsvoll gestarteten „Piraten“, die sich mittlerweile immerhin für ein bedingungsloses Grundeinkommen aussprechen, werden heute kaum noch von den meinungsbildenden Medien erwähnt – und das obwohl ein bedingungsloses Grundeinkommen allein, ohne die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen, wie wir sie im Plan B definiert haben, noch nicht einmal funktionieren würde.

Demgegenüber wird die momentan neue Partei „Alternative für Deutschland“, die sich gleich zu Beginn für eine nationale Währung stark machte, an der Meinungsfront von Anfang an bekämpft. Der Begriff „national“ ist offenbar schon zu weit rechts in einer internationalistischen Danistakratie und weckt den Verdacht, dass jemand etwas für die eigene Nation tun will – anstatt für Banken und andere Nationen.

Wir von der Wissensmanufaktur favorisieren ohnehin den Begriff „regional“, der ebenfalls oft als bedenklich empfunden wird, da intakte regionale Strukturen dem unkritischen Zeitgeist des Globalisierungswahns im Weg stehen.

Eine spezielle Gefahr gerade bei neuen Parteien ist auch der Versuch bestimmter „Alt-Politiker“ in einer solchen neuen Gruppierung die Karriere zu starten, die einem in der bisherigen Partei bislang verwehrt blieb. Der Reiz der Abgeordneten-Privilegien ist groß und somit auch die Gefahr, dass die zum Teil erfahrenen Karrierepolitiker den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten darin setzen, das Personenkarussell zu ihren Gunsten zu drehen, notfalls mit Intrigen. Man erkennt oft sehr schnell, dass Sachthemen von Personalthemen verdrängt werden. Viele Menschen, die sich ehrlich und mit den besten Absichten über eine Partei für eine bessere Welt einsetzen wollten, sind oft nach kurzer Zeit resigniert gescheitert.

In dieser bestehenden Ordnung muss begriffen werden, dass man sich bei der Medienmacht als Politikdarsteller seine Ressourcen erbetteln muss. Gerade die „alten Hasen“ der Politik verstehen dieses Spiel und verdrängen schnell die meist idealistischen Quereinsteiger, die sich im charakterlosen Intrigenspiel noch nicht auskennen.

Dieses System wurde so perfektioniert, dass man selbst positive Begriffe ins Gegenteil verkehrt, und wer sich nicht daran hält, verstößt gegen die Political Correctness.

Den Begriff „Protektion“ z.B. kann man dem Sinne nach als Schutzmaßnahme für die eigene Bevölkerung einsetzen. Nehmen wir nur diverse Billigprodukte aus fernen Ländern, die unter menschen- tier- und naturverachtenden Bedingungen zustande kommen. Der einheitliche Tenor der Systemvertreter lautet: Wir müssen uns dieser Konkurrenz bzw. dem internationalen Wettbewerb stellen, als gäbe es beliebig viele Planeten vom Typ Erde, die man bei Bedarf aus dem Lager holen kann. Wer allein diesen Einwand kommuniziert, wird zum „Protektionisten“ abgestempelt, womit man dann allerdings einen „Nationalisten“ meint.

Die Gefahr der „Vermainstreamung“ besteht grundsätzlich bei jeder neuen Partei, denn um den Inhabern der Medien zu gefallen, muss man inhaltlich gewisse Kompromisse eingehen.

An dieser Stelle werden vermutlich einige Systemgläubige einwerfen: „Aber wir haben doch in unserer freiheitlichen Ordnung die Pressefreiheit“. Viele nicht besonders kritische Journalisten, die ohnehin den Mainstream vertreten, sagen auch gern, sie hätten keine Vorgaben, was sie bringen dürften und was nicht.

Wir erkennen im Ergebnis der veröffentlichten Meinung überdeutlich, warum eine direkte Pressezensur heute gar nicht mehr erforderlich ist. In einer Medienlandschaft, in der auch gutwillige Journalisten aus Angst um den Arbeitsplatz zur Political Correctness gezwungen sind, ist die Selbstzensur das effektivere Werkzeug.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal kurz von der rechten Szene, der linken Szene und der mittleren Szene distanzieren und gleichzeitig auf den Aufsatz „Rechts oder Links“ verweisen, den Sie auf unserer Homepage finden (www.wissensmanufaktur.net/rechts-links). Diese künstlich installierte Rechts-Links-Skala gehört als erstes verlassen, um überhaupt wieder klar kommunizieren zu können.

Bei einer objektiven Beobachtung aller aktuellen Entwicklungen sollte schnell klar werden, dass sich der systemische Prozess bis hin zur Missachtung der Rechtstaatlichkeit gezogen hat.

Die Tatsache, dass der Europäische Stabilitäts Mechanismus (ESM) eingeführt und vom Bundesfinanzminister-Darsteller Wolfgang Schäuble öffentlich forciert wird, beweist einen verfassungsrechtlichen Verstoß (wenn man das Grundgesetz als Verfassung anerkennt, und das wird ja wohl von den Parlamentariern getan). Herr Schäuble verfolgt völlig ungeniert das Ziel, die freiheitliche Grundordnung zu beeinträchtigen – oder um es noch klarer zu formulieren: zu beseitigen. Aus der Sicht von sogenannten Staatsbürgern im Zuständigkeitsbereich der Bundesregierung interpretieren wir hier eine verfassungswidrige Partei CDU/CSU.

Letztlich könnten alle Parteien, die dem ESM zustimmten, aus unserer Sicht als „verfassungswidrig“ eingestuft und somit verboten werden. Diese Aussagen verstoßen natürlich aus naiver bzw. abhängiger Mainstream-Sicht voll gegen die Political Correctness. Aber schließlich sind wir ja keine Partei und müssen nicht um die Gunst der Mainstream-Medien buhlen, weshalb wir so etwas sagen dürfen.

Klarmachen sollte sich jeder Bürger, dass durch den ESM eine wesentliche Grundlage der Selbstbestimmung an eine externe, übergeordnete Institution abgegeben wird, die mit hoher Sicherheit ebenfalls vom internationalen privaten Bankensystem massiv beeinflusst wird. Dadurch werden die Befugnisse der gewählten Volksvertreter und die demokratische Grundordnung so massiv eingeschränkt, dass der Sinn von Wahlen schon allein dadurch komplett ad absurdum geführt wird.

Der Art.21.Abs 2 des Grundgesetzes sagt dazu:

Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht.

Wie allerdings eine Klärung der Verfassungsmäßigkeit der CDU/CSU, FDP, der SPD oder die Grünen beim sogenannten Bundesverfassungsgericht ausgehen würde, kann sich wohl jeder gut ausgeleuchtete Beobachter denken.

„Die Linke“ hat übrigens als einzige Partei gegen den ESM gestimmt und ausgerechnet diese Partei wird oder wurde vom Verfassungsschutz wegen angeblicher „Verfassungswidrigkeit“ beobachtet. Diesen letzten Satz bitten wir aber nicht als Solidarität unseres unabhängigen Instituts mit den „Linken“ fehl zu interpretieren.

An dieser Stelle passt wieder einmal die Aussage des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der offen im Fernsehen sagte:

„Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt – und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“ (http://www.youtube.com/watch?v=d5dC7hI0t8E)

Kommen wir aber wieder zur real praktizierten Demokratie. Wie empörte sich doch die europäische Politikerkaste, als z.B. der damalige griechische Präsident Papandreou ein Volksreferendum „anregte“. Immerhin ging es um eine wichtige Rettungsentscheidung der europäischen Banken, durch die man die griechische Bevölkerung einem dramatischen Armutsrisiko aussetzte. Der einheitlich ablehnende Tenor der europäischen Funktionäre zu dem Wunsch der griechischen Bürger, hier mitentscheiden zu dürfen, war eine Bankrotterklärung für die angeblich existierende demokratische Grundordnung. Das Volk in die Entscheidungen mit einbeziehen? Wo kämen wir denn da hin?

Beppe Grillo, Protestpolitiker und eigentlicher Wahlsieger von Rom, würde gern über die Zukunft Italiens in der Euro-Zone abstimmen lassen. Unsere gleichgeschalteten Medien aber verunglimpfen diesen Mann auf ganzer Linie als Clown. Wir würden diesen Mann ernstnehmen und hoffen, dass er viele Menschen zum Nachdenken anregt. Die europäischen Völker haben offenbar immer mehr die Nase voll von dem substanzlosen BlaBla ihrer Politikdarsteller, egal wie „seriös“ sie sich auch geben mögen.

Das bestehende Wahlsystem aber gibt alternativ denkenden Menschen real keine Chance, im Interesse der Bürger aktiv zu werden. Wirklich neue Sichtweisen und Erkenntnisse dürfen im existierenden Parteiensystem eben nicht diskutiert werden. Man hat viel zu große Sorgen, wertvolle Wählerstimmen zu verlieren – und dafür würden die mächtigen Medienkonzerne ggf. schon sorgen.

Im Parteiensystem kommt nur nach oben, wer die Spielregeln der Finanz- und Medienmacht befolgt. Daher kostet es nur unnötige Energie, sich überhaupt mit Wahlen und Politikern zu befassen. Wir haben uns entschieden, nicht zur sogenannten Wahl zu marschieren, auch wenn man bei solchen Aussagen teilweise einen leichten Reflex des Entsetzens erfährt. Die Argumentation, man würde durch eine „Wahlunterlassung“ irgendwelche Randgruppen an die Macht bringen, läuft durch die genannten tatsächlichen Machtstrukturen nun wirklich ins Leere.

Den Wahlzettel ungültig zu machen, um seinem „Protest“ Ausdruck zu verleihen und evtl. einen geringen Einfluss auf die komplexe Parteienfinanzierung zu nehmen, dient wohl eher der persönlichen Genugtuung, die jedoch mental kontraproduktiv ist. Besser wäre es aus unserer Sicht, seine Aufmerksamkeit dem Wahlkampftheater und auch dem Wahlergebnis komplett zu entziehen. Erst dann befreit man seinen Geist und seine Kreativität von nutzlosen Gedanken über eine Politik, die ohnehin eine Etage höher in der Hierarchie der Macht festgelegt wird. Unser geistiges Potential ist besser investiert in Überlegungen für die Einleitung eines echten Wandels, wie z.B. folgender:

Oft hört man die Sorge, den meisten Menschen ginge es noch viel zu gut, um etwas zu bewegen. Das sehen wir optimistischer, denn es gibt zwei Dinge, die entscheidend sind: Erstens bricht eine Revolution nicht dann aus, wenn es den Menschen besonders schlecht geht, sondern dann, wenn sie glauben, dass sie nur einen kleinen Schritt davon entfernt sind, dass es ihnen wesentlich besser geht (z.B. dank Plan B). Und zweitens benötigt man für grundlegende gesellschaftliche Veränderungen keine Mehrheit, sondern überzeugt handelnde Vorreiter. Die Mehrheit der Menschen besteht naturgemäß aus Mitläufern, die ihr Fähnchen in den Wind hängen, insbesondere wenn sie merken, dass Punkt 1 in greifbarer Nähe ist.

Zu diesem Gedanken und zu der eingangs erwähnten Frage, die sich auf ein persönliches Engagement vieler interessierter Freunde der Wissensmanufaktur fokussiert, möchten wir einen wichtigen, kommenden Schritt schon vorab ankündigen. Statistisch gesehen gibt es in jedem deutschsprachigen Landkreis (bzw. Kanton oder Bezirk) mehrere hundert intensiv denkende Personen, die sich mit den Themen der Wissensmanufaktur befassen. Wir arbeiten momentan an einem Konzept, durch das sich diejenigen, die das möchten, direkt in ihrer Umgebung auch einmal ohne Internet treffen können. Ohne dass wir dabei einzeln Regie führen, möchten wir lediglich Zeitpunkte und Orte bekanntgeben, um einen Impuls für sich selbst organisierende Freundeskreise zu geben.

Die Inspiration zu dieser Idee haben wir aus der Natur erhalten: Bevor sich eine Raupe zu einem Schmetterling weiterentwickelt, werden die ersten, einzelnen Schmetterlingszellen durch das Immunsystem der Raupe zerstört. Erst durch den Zusammenschluss zu autarken Gruppen gewinnt das Neue die Oberhand – und dann geht es ganz schnell. Der Schmetterling erhebt sich, und das alte System verbleibt als leere Hülle. Lesen Sie hierzu bitte auch den bemerkenswerten Aufsatz des Vereins wirundjetzt, bei dem wir uns herzlich für diese inspirierende Metapher bedanken (http://wirundjetzt.org/index.php/ueber-uns/inspirationen/106-die-geschichte-von-der-raupe-und-dem-schmetterling).

Mehr zur Organisation der regionalen Freundeskreise erfahren Sie in Kürze über unseren bekannten Newsletter. Wer ihn noch nicht kennt, kann sich gerne auf unserer Homepage kostenlos dazu anmelden (http://www.wissensmanufaktur.net/newsletter-anmeldung).

In diesem Sinne freuen wir uns auf eine positive Entwicklung für eine bessere Welt.

Ihr Team der Wissensmanufaktur, Mai 2013

Als pdf-Datei herunterladen: Wahlen

Quelle: http://www.wissensmanufaktur.net/wahlen


passend dazu:

Interview bei RT deutsch

VOLKSVERTRETER

Andreas Popp – Aufruf an alle aktiv denkenden Menschen

Andreas Popp – Aufruf an alle aktiv denkenden Menschen

In letzter Zeit wird es immer deutlicher, wie sich die Gruppen der ähnlich gesinnten Systemkritiker weiter entzweien lassen. Dieser aus meiner Sicht gefährliche Zustand sollte dringend thematisiert werden, denn die herrschende Macht rüstet den Propagandaapparat massiv auf. Lassen Sie mich kurz ausholen, denn als „alter Hase” der Wirtschaftsordnungs- und Gesellschaftskritik kann ich wohl recht gut die Veränderungen in einer mittlerweile entstandenen, regelrechten, leider oft semiwissenden Szene erkennen. Ich darf wohl auch als Beispiel dafür herhalten, wenn es um tendenziöse Diffamierungskampagnen geht, die man gegen mich bzw. uns ins Feld führt.

Kompletter Aufsatz siehe:
http://www.wissensmanufaktur.net/aufruf

All about Greece

Sammlung zur (wirklichen) aktuellen Lage in Griechenland

Obwohl es mich persönlich mittlerweile schonwieder extrem abnervt – das Thema Griechenland, habe ich hier mal eine kleine Sammlung dazu erstellt damit auch andere sich informieren können ohne die Mainstream-Medien zu konsumieren oder sich mit dem heraussuchen von Infos beschäftigen zu müssen.

Persönlich weiß ich noch nicht so ganz, was ich davon halten soll. Aktuell kann ich nur sagen, dass ich eigendlich gut finde, dass die Griechen sich nicht erpressen lassen. Es kann ja auch nicht ernsthaft im Interesse eines jeden klardenkenden Menschen liegen, umbedingt der EU anzugehören!
Ich an deren stelle würde sagen: „l.m.a.A. … dann verreckt doch mit eurem Drecks-Euro!“

Wenn es zutrifft, dass der EURO untergeht, wenn Griechenland „aussteigt“, dann würde ich es sogar begrüßen, dass dies so geschieht. Soll doch die Merkel und Ihre Verbrecherbande vor die Hunde gehen.
Das wäre nur Gerecht. Wobei man diesen Antimenschen der reGIERung garnicht soviel Unheil antun könnte, damit es ausgleichende Gerechtigkeit dafür ist, was sie getan bzw. verbrochen haben (ausserdem wäre man dann selbst dann im Anschluss sicherlich nicht mehr der selbe).

Europe - Greece

*Gedankengang* wie würde man sich wohl Entscheiden, wenn man die Wahl hätte:
Die wirklichen verbrecher dieser Erde (Obama, Merkel und wie sie alle heißen) nach belieben und ungestraft für ihre Taten zur Rechenschaft zu ziehen…?
(es sei dahingestellt, wie dies geschieht)
– Dadurch unzählige Menschleben zu retten und unseren Planeten (den wir nur zur Verwaltung von unseren Vorfahren bekommen haben und diesen auch pfleglich behandeln müssen um ihn dann unseren Nachkommen zu überlassen) zu schützen bzw. zu retten
– Zugleich selbst ein lebenlang mit den damit verbundenen  Erlebnissen (durch die eigenen Taten entstanden Erinnerungen) leben zu müssen.

Vor allem wenn die gewählte Rechenschaft Folter oder Tot bedeutet, ist die Frage ob man sich dieses Laster auferlegt um oben genannte positive Änderungen auf unserem Planeten zu bewirken. Vieleicht gibt es ja auch andere Ideen dafür, was man mit den „Bösewichten“ alternativ anstellen könnte ohne seine eigenen normalen Hemmschwellen zu überschreiten… (Gefängniss – nee! das kostet Geld…)

folgendes habe ich gefunden im Tagebuch eines Deutschen:

Ja, wo fangen wir an? Aktuell ist das Hauptthema der sog. “GREXIT“. Nachdem Griechenland nun endgültig vor dem Staatsbankrott steht soll es nun heute, am 05. Juli, ein Referendum geben, in dem das Volk darüber abstimmt, ob Griechenland weiterhin im Würgegriff von EU und IWF bleiben soll. Ich kann eigentlich schon jetzt sagen wie das ganze ausgehen wird. Ich sehe da zwei mögliche Szenarien:

Szenario 1: Die Wahl wird manipuliert wie schon in Schottland und das Ergebnis wird ein gaaaanz knappes “JA” für eine weitere EU-Knechtschaft sein. Na, klar – wer’s glaubt. Die Strassen in Athen sind voll mit Menschen, die alle “NEIN” rufen und wenn das Ergebnis gegenteilig ausfallen sollte, dann müsste doch selbst dem hirnverbranntesten Griechen ein Licht aufgehen. Auf jeden Fall würde alles weiterlaufen wie bisher, bis selbst der letzte Blutstropfen aus dem Volk ausgequetscht wurde. Die Banken wurden ja bereits geschlossen und an den Automaten kann man maximal 60 Euro am Tag abheben. Es gibt auch Gerüchte, dass nach dem Referendum alle Sparer über 8000 Euro “rasiert” werden – also enteignet.

Szenario 2: Die Griechen entscheiden sich für einen Ausstieg und stimmen mit “NEIN“. Dann könnte ich mir gut vorstellen, dass es einen 2. Maidan wie in der Ukraine geben könnte, indem ein Putsch stattfindet und die jetzige Regierung durch eine EU / US-hörige Marionetten-Regierung ersetzt wird. Oder die nicht ganz so extreme Variante, dass es massig Rücktritte gibt (jeden Tag ein anderer Finanzminster und / oder Ministerpräsident wie schon in der Weimarer Republik) Und dann läuft auch alles weiter wie bisher.

Ich habe heute auch eine Meldung gelesen, die folgendes besagt:

Der für die Wahlen, Abstimmungen und Umfragen in Griechenland bei der Regierung zuständige private IT-Dienstleister wurde just zu jenem Zeitpunkt von einem CIA-nahen US-Unternehmen aufgekauft, als die unbequeme Syriza die letzte Wahl in Athen gewann.

Und jetzt führt dieses Unternehmen die wichtigste Abstimmung in der jüngeren griechischen Geschichte durch und hat ganz allein alle Datensätze für das Abstimmungsergebnis.

Kurz und gut: Egal wie dieses inszenierte Theaterstück heute ausgeht, ich glaube nicht, dass dies von vielen Aufgewachten und Wahrheitssuchern erhoffte Ereignis ist, dass das Konstrukt EU zu Fall bringen wird. Griechenland wird nur das Testgelände für den Rest Europas sein. Und jeder EU-Bürger, vor allem die Deutschen, die denken, das wird bei uns eh nie passieren, die werden ein ganz böses Erwachen haben.

So viel zum Thema “GREXIT”. Wir werden sehen was das NWO-Drehbuch für dieses Kapitel vorsieht.

grexit

—— ?! „GREXIT“ !? ——

Griechenlands „Geldgeber“: die verdeckten Geldnehmer – Andreas Popp

Veröffentlicht am 11.07.2015

Die Medienberichte über Griechenland und seine Verhandlungen mit „internationalen Geldgebern“ werfen Fragen auf: Was sind eigentlich Geldgeber? Und wer sind in Griechenland und anderen Ländern die tatsächlichen Geldgeber und Geldnehmer?

Ein Geldgeber ist ganz einfach jemand, der Geld gibt. Der Begriff „Geben“ ist äußerst positiv belegt. Eine Gegenleistung erscheint damit nicht verbunden zu sein. Auch z.B. Kunden bezahlen mit Geld, was aber mit Gegenleistungen verbunden ist, weshalb Kunden eben Kunden heißen und nicht Geldgeber. Auch Banken sind keine Geldgeber, sondern bestenfalls Geldverleiher, meistens aber nur Kreditgeber. Bei der Kreditvergabe wird Geld erzeugt. Das ist auch etwas anderes als z.B. bei einem Geldverleiher, der immerhin vorhandenes Geld verleihen würde, anstatt es im Rahmen der Kreditvergabe (Giralgeldschöpfung) selbst herzustellen, wie es die Banken tun, die den griechischen Staat und andere in die Schuldenfalle treiben. (In den Veröffentlichungen der Wissensmanufaktur werden diese Zusammenhänge des Geldsystems grundsätzlich erklärt.) In jedem Fall ist es aber kein bloßes Geben, wenn etwas mit Gegenleistungen verbunden ist, sondern ein Kauf, ein Tausch, ein Kredit usw. Wenn man das Geld irgendwann zurückhaben möchte, ist es ein Verleihen – und kein Geben! Der Begriff Geldgeber klingt halt sehr großzügig. Das wirft die Frage auf, wer damit wen verherrlichen will und warum diese Irreführung flächendeckend vorzufinden ist.

Namen der sogenannten „Geldgeber“ kann man leider nicht ermitteln, denn auch in Griechenland ist es wie in Deutschland eines der am besten gehüteten Staatsgeheimnisse, von wem die Staaten sich Geld leihen müssen, weil sie es nicht selbst herstellen dürfen.

Propagandabereinigt müssen wir die angeblichen Geldgeber als Geldnehmer bezeichnen, weil sie das selbst hergestellte Geld zurückfordern und unterm Strich – in Form von Zinsen – ständig Geld nehmen. Wir können die internationalen Finanzinstitute und andere Geldnehmer auch als Leistungsnehmer bezeichnen, da sie die Zinsen, die sie für leistungslos produziertes Geld erhalten, in der Regel gegen echte Leistungen Anderer eintauschen. Unterm Strich sind also die Steuerzahler die Geldgeber, sprich Leistungsgeber, denn sie geben dem Staat mehr Geld als sie von ihm bekommen. Ein Großteil der Steuern fließt in Form von Zinsen an die kreditvergebenden, internationalen Geldhersteller und andere Geldnehmer bzw. Leistungsnehmer.

Weiterlesen: Griechenland-Geldgeber


Andreas Popp Griechenland als Ablenkungsmanöver 2015

Veröffentlicht am 05.07.2015

Seit mehr als 25 Jahren steht der ehemalige Vorstandsvorsitzende einer sehr erfolgreichen
Unternehmensgruppe mit seiner konstruktiven Ordnungskritik im Licht der versierten Öffentlichkeit. Die sogenannte Finanzkrise prognostizierte der unabhängige Forscher lange Jahre vor der „Lehmann-Brother-Pleite“.
Andreas Popp, Jahrgang 1961, Dozent für Makroökonomie, begann seine Laufbahn 1983 im Bereich Risk-Management bei einer Unternehmenstochter der Londoner Guardian Royal Exchange Ltd. in Hamburg.
Ab 1984 war er verantwortlich für die Unternehmensorganisation der Popp GmbH und wurde im Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender der Popp AG. Das im Jahr 1959 von seinem Vater gegründete Unternehmen verwandelte er zu einer prosperierenden Unternehmensgruppe.
Im Januar 2007 zog er sich als Vorstandsvorsitzender zurück, um sich der wissenschaftlichen Arbeit innerhalb der Wissensmanufaktur zu widmen. Das dort gesammelte Wissen vermittelt er in seinen spannenden Vorträgen. Dabei wird er nicht müde, die Gesellschaft zum Positiven zu verändern.
Der international bekannte Autor und „Klardenker“ hinterfragt und erklärt seit Jahren die Politik- und Wirtschaftswelt.
Die frappierenden Ergebnisse jenseits des Mainstreams kommuniziert er in allgemeinverständlicher, heiterer Form. Seine Bücher und sonstigen Publikationen sprechen für sich, selbst bei TV-Auftritten redet er Klartext.
Sein Credo: Um dem Kern der Wahrheit näher zu kommen, müssen auch noch so selbstverständliche „Tatsachen“ auf den Prüfstand.


KenFM am Telefon: Peter König zum Nein in Griechenland und über die Zukunft des Landes

Veröffentlicht am 08.07.2015

Peter König hat über zwanzig Jahre für die Weltbank gearbeitet und vor allem Wasserprojekte im Raum Afrika organisiert. Heute gehört der Schweizer zu den härtesten Kritikern der Weltbank, die Staaten weniger aufbaut, denn sie in den finanziellen Ruin treibt.

König war wenige Tage vor dem Referendum in Griechenland vor Ort, um als Teil der „Delphi-Initiative“ dem Land einen Weg in die Zukunft zu weisen.
The Delphi Initiative

Im Gespräch mit KenFM zieht König Bilanz. Für ihn gibt es nur einen Weg heraus aus der Krise: Griechenland muss den Euro aufgeben und zur Drachme zurückkehren, und Griechenland soll sich an die BRICS-Staaten wenden, um die nächsten Jahre zu überstehen. Aus Europa ist keine Solidarität zu erwarten, im Gegenteil, für König ist die Griechenland-Krise weit mehr als ein ökonomischer Supergau. Hier geht es auch um Griechenland als einen der wichtigsten NATO-Standorte.

Für die USA ist eine sozialistische linke Regierung 2015 schon aus militärischer Sicht untragbar. Hinter der ökonomischen Krise und dem Druck der Troika steckt weit mehr, als die Tiefroten Zahlen den Landes es vermuten lassen.

Die „neuen“ Bedingungen der Troika für Griechenland erinnern König konkret an den Versailler Vertrag. Der führte final in den 2WK.

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Die Wahrheit über Griechenland

Veröffentlicht am 24.02.2015

The Truth About Greece


KenFM am Telefon: Willy Wimmer und Peter König über den drohenden GrEXIT und die Zukunft der EU

Veröffentlicht am 09.07.2015

CHAOS

Das Chaos, von griechisch χάος, ist ein Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung und damit der Gegenbegriff zu Kosmos, dem griechischen Begriff für die Ordnung.

Wenn die Griechen sich für den Grexit entscheiden und aus der Eurozone aussteigen, wird das Folgen haben, die kein Mensch kalkulieren kann. Wahrscheinlich ist eine Kettenreaktion, die nicht nur das Projekt Europa zerreißt, sondern auch die internationalen Finanzmärkte massiv in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Der Kessel Europa steht unter Druck und die „Konkurrenz“, Nachbarn wie Russland, aber auch China, generell die BRICS-Staaten, könnten über Griechenland einen Hebel ansetzen, der nicht nur dem Land hilft, sondern auch als Retourkutsche für aggressive NATO-Politik und Vorherrschaft des US-Dollars verstanden werden muss.

Am Standort Griechenland könnte schon morgen ein ökonomischer Stellvertreterkrieg inszeniert werden, der schon übermorgen militärisch werden könnte.

Wer hat daran Interesse? Und wem schadet das alles?

Peter König, der über 20 Jahre für die Weltbank gearbeitet hat und heute zu den härtesten Kritikern dieser Organisation zählt, nennt das, was diese im Verbund mit der Troika in Griechenland veranstaltet, ökonomisches Waterboarding. Der Schweizer ist für den Ausstieg Griechenlands aus dem EURO.

Willy Wimmer will das um jeden Preis verhindern. Für ihn ist der Ausstieg Griechenlands wie das Ziehen des Splints bei einer Handgranate, mit unkalkulierbaren Folgen für den gesamten Kontinent.

Einig sind sich beide bei der Forderung nach einem Marschall-Plan für Griechenland. Die Rückkehr zur sozialen Markwirtschaft in der EU und den Abschied von einer neoliberalen Wirtschaftspolitik.

Wer könnte Griechenland helfen? Die fehlende Solidarität in der EU ist ein roter Teppich für Banken aus der BRICS-Gruppe.

High Noon in der EU. Der Showdown findet in Athen statt, wenn Brüssel seinen Griechenland-Kurs weiter fährt. Es ist ein Kollisionskurs und alle Bewohner des Kontinents Eurasiens müssen sich als Zwangspassagiere erkennen.

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Griechenland vor dem Grexit? Michael Vogt im Gespräch mit Jürgen Elsässer

  Veröffentlicht am 01.07.2015

COMPACT-TV-aktuell zur Situation wenige Tage vor dem griechischen Referendum zur Euro-Frage am 5. Juli 2015: Warum nützt der Grexit Griechen und Deutschen gleichermaßen? Droht ein Putsch gegen die griechische Regierung? Jürgen Elsässer (COMPACT-Chefredakteur) diskutiert die Lage mit Michael Vogt (quer-denken.tv). Aus Griechenland zugeschaltet ist Martin Müller-Mertens (COMPACT-Redakteur). – Weitere COMPACT-TV-Sondersendungen zum Grexit am 3. und am 6. Juli.

Jürgen Elsässer im Gespräch mit Michael Vogt – Griechenland sagt NEIN – Ein Sieg des Volkes!


weitere Videos mit Diskussionsrunden zum Thema Griechenland:

maybrit illner | 18.06.2015 | Geduld am Ende – Großer Knall um Griechenland? [HD]

Veröffentlicht am 18.06.2015

Die Zeit wird immer knapper, der Ton immer rauer, die Stimmung aggressiver, seit am Sonntag Gespräche der Gläubiger mit Vertretern der Athener Regierung ohne Ergebnis endeten. Der Geduldsfaden der Verantwortlichen in Brüssel und Berlin – er wird täglich dünner.

„Die Spieltheoretiker der griechischen Regierung sind gerade dabei, die Zukunft ihres Landes zu verzocken“, entfuhr es Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Ministerpräsident Alexis Tsipras sei „ein freches Bürschchen“ und solle sich „hinter die Ohren schreiben“, dass die EU-Vorschriften einzuhalten seien, erklärte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder.
Nur Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich offiziell noch geduldig: „Ich möchte alles dafür tun, was möglich ist, Griechenland in der Euro-Zone zu halten“, versichert sie. Dabei setzt Merkel wohl auf das Treffen der Euro-Finanzminister am Donnerstag. Dass jedoch bis dahin die Geldgeber-Institutionen – IWF, EZB und EU-Kommission – mit den Griechen eine Beschlussgrundlage erarbeitet haben, ist schwer vorstellbar. Denn Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis kündigte an, er werde zu dem Ministertreffen keine neuen Reformvorschläge mitbringen. Griechenland werde Forderungen der Geldgeber nach neuen Sparmaßnahmen nicht nachgeben.

Scheitert Merkels Euro-Rettungs-Sparpolitik?
Zum 30. Juni ist ein Schuldenbetrag über 1,6 Milliarden fällig, den Griechenland ohne weitere Kredite von den Gläubigern nicht wird zurückzahlen können. Die Begleichung noch größerer Außenstände im Juli und August ist Athen definitiv nicht möglich. Ist der Austritt der Griechen aus dem Euro noch zu verhindern? Scheitert Merkels Euro-Rettungs-Sparpolitik? Haben die Deutschen versagt in der Krise? Welche Folgen hätte der so genannte Grexit- für die Griechen, die Deutschen, für Europa?

Darüber diskutierte Maybrit Illner am 18. Juni mit Ihren Gästen:
Michael Fuchs
Gregor Gysi
Georgios Chatzimarkakis
Zanny Minton Beddoes
Stefan Homburg


Hart aber Fair | Der Griechen-Gipfel: Rausschmiss oder weiter so? | 22.06.2015 ARD Das Erste

Veröffentlicht am 22.06.2015

Am Montagabend in Brüssel: Showdown in der Griechen-Krise. Wirklich? Oder geht es weiter nach EU-Art: ein lauer Deal und Zeit gewinnen? Braucht Europa jetzt klare Regeln, damit sich die Menschen nicht abwenden? Live und aktuell zum Euro-Gipfel!


Hart aber Fair | 29.06.2015 | Griechen-Poker im Bürgercheck – ist das unser Europa?

Veröffentlicht am 29.06.2015

Europa bangt – gibt es einen Deal mit den Griechen? Und wenn unsere Volksvertreter über weitere Hilfen entscheiden, stimmen sie dann so ab wie das Volk denkt? Bei „hart aber fair“ kommen die Bürger zu Wort, mit Meinung, Frust und Freude über dieses Europa.

Gäste:
– Peter Altmaier (CDU)
– Hermann-Josef Tenhagen
– Ska Keller, Die Grünen/EFA
– Alexander Graf Lambsdorff
– Rolf-Dieter Krause


Anne Will | Tsipras lässt das Volk abstimmen – Provokation oder Chance für Europa? – 01.07.2015

Veröffentlicht am 01.07.2015

Über die Griechenland-Krise diskutieren Giorgos Chondros, Volker Kauder, Pierre Gramegna und Sahra Wagenknecht.


Bundestag: Debatte zur Griechenlandkrise am 01.07.2015

Veröffentlicht am 01.07.2015

Der Deutsche Bundestag debattiert die Griechenlandkrise mit Reden von Angela Merkel (Bundeskanzlerin), Gregor Gysi (Die Linke), Sigmar Gabriel (Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Anton Hofreiter (B90/Grüne), Wolfgang Schäuble
(Bundesminister der Finanzen), Carsten Schneider (SPD), Sven-Christian Kindler (B90/Grüne), Gerda Hasselfeldt (CDU/CSU), Johannes Kahrs (SPD), Manuel Sarrazin (B90/Grüne) Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) und Axel Schäfer (SPD)


maybrit illner | 02.07.2015 | Athen gegen Europa – sind die Griechen noch zu retten?

Veröffentlicht am 02.07.2015

Das Hilfsprogramm der EU ausgelaufen, die restlichen Milliarden sind futsch, Zahlungen an den IWF sind nicht erfolgt, die Bonität Griechenlands liegt nur noch eine Stufe über „Totalausfall“: Athens Aufstand gegen Europa mündet am Sonntag aller Voraussicht nach in einer Volksabstimmung, bei der, nach aktueller Umfrage, eine knappe Mehrheit gegen das Sparprogramm der Geldgeber stimmen will. Schicksalstage für Griechenland – auch für den Euro und ganz Europa?

Die Gäste am 2. Juli
– Wolfgang Bosbach
– Sven Giegold
– Peter Bofinger
– Kaki Bali
– Hans-Werner Sinn


maybrit illner „spezial“ | 05.07.2015 | Griechenland stimmt ab – Schicksalswahl für Europa?

Veröffentlicht am 06.07.2015

„maybrit illner“-spezial aus aktuellem Anlass am Sonntag, den 5. Juli 2015 um 22:20 Uhr im ZDF mit dem Thema „Griechenland stimmt ab – Schicksalswahl für Europa?“ Bei dem Referendum über die Gläubigervorschläge in Griechenland setzte sich das Nein-Lager mit gut 60 Prozent der Stimmen durch.

Gäste:
– Michael Fuchs
– Jean Asselborn
– Katja Kipping
– Georgios Chatzimarkakis
– Heinrich August Winkler


Anne Will | 08.07.2015 | Nach der Kampfansage aus Athen – Ist Merkels Europa noch zu retten?

Veröffentlicht am 09.07.2015

Nach dem EU-Sondergipfel ist klar: Griechenland bekommt bis Sonntag eine letzte Chance, ein Reformpaket vorzulegen. Wird Athen jetzt endlich Vorschläge machen, die alle Eurostaaten überzeugen?


Veröffentlicht am 13.07.2015

Ob Geologen Griechenland immense Bodenschätze in Aussicht stellen, oder Bankster ihre Spiele spielen. Es ist nur Papier, mit denen die Menschen allgemein abgespeißt werden.


broken EURO - GREXIT

Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!

Wissen, welches normalerweise nicht an Schulen gelehrt wird und oft nicht gehört werden will.

Sehr guter Vortrag von Andreas Popp

Das Originalvideo ist von dieser Seite:
http://www.wissensmanufaktur.net/
Link zum Youtube-Channel der Wissenmanufakur:
http://www.youtube.com/wissensmanufak…