Jeder der mich kritisiert ist ein Terrorist


Jeder der mich kritisiert ist ein Terrorist

Sonntag, 11. Januar 2015 , von Freeman um 11:00

Als Konsequenz aus der „Ich bin Charlie“ Hysterie werde ich in Zukunft jeden der es wagt meine Meinung in meinen Artikeln zu kritisieren, mich angreift, diffamiert und als Spinner hinstellt, die Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit um die Ohren hauen. Denn was ist das Resultat aus diesem schrecklichen Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo? Ganz Frankreich und die Menschen weit darüber hinaus haben sich hinter die Pressefreiheit gestellt. Ist doch super!

Jetzt auf einmal stehen die westlichen Politiker und Vertreter der getarnten Unterdrückungsregime für ein Grundrecht auf, notgedrungen. Man kann nicht den Anschlag als „Angriff auf die Pressefreiheit“ durch intolerante Islamisten bezeichnen, aber selber intolerant sein und die Presse- und Meinungsfreiheit verletzen, so wie sie es ständig tun. Sie haben als unbeabsichtigte Konsequenz eine Lawine losgetreten, denn im Internet machen sich Menschen für das Recht von Journalisten und Karikaturisten stark, ohne Angst und ohne Zensur zu informieren, zu kritisieren und zu spotten.

Man kann nur staunen wie jetzt die Ratten aus den Löchern gekrochen kommen und mit unschuldigen Gesicht sagen, die Pressefreiheit ist das höchste Gut in einer Demokratie, sie hilft die Mächtigen zu kontrollieren und Missstände aufzudecken. Ach ja? Dabei haben sie alles vorher getan um genau dieses Aufdecken der Verbrechen der Mächtigen zu verhindern. Schritt für Schritt wurde in den letzten Jahren die Berichterstattung über die üblen Machenschaften der Regierungen eingeschränkt. Jeder der es wagte Verbrechen zu enthüllen wurde zum Staatsfeind erklärt.

Was ist mit dem investigativen Journalisten Julian Assange? Wird er nicht mit falschen Beschuldigungen staatlich verfolgt? Will man ihn und sein Wikileaks nicht schon seit Jahren mundtot machen? Will man nicht verhindern, dass Missstände aufgedeckt werden? Das selbe trifft auf die Whistleblower Bradley Manning und Edward Snowden zu. Sie sind keine Journalisten, aber man hat die Medien angegriffen die ihre Enthüllungen publizierten. Schon vergessen, dass der britische Geheimdienst in die Räumlichkeiten des Guardian in London eindrang und die Festplatten mit den Daten zerstörte?

Ein Angriff auf eine Zeitungsredaktion „wenn wir es tun“ ist in Ordnung, denn es geht um die Verhinderung von Enthüllungen von Staatsgeheimnisse und den Schutz der „nationalen Sicherheit“, wird dann erklärt. Bullshit, es geht um die Verheimlichung von Skandale, Korruption, Rechtsverletzungen, Machenschaften, Verschwörungen und den ganzen Dreck der hinter den Kulissen abläuft und wir nicht wissen sollen. Das ist doch der Grund warum es keinen Enthüllungsjournalismus mehr gibt, sondern nur noch folgsame Copy und Paste Artisten die Hofberichterstattung betreiben.

Wenn die ganzen Heuchler sich jetzt so für die Pressefreiheit einsetzen, „der Stift ist mächtiger als das Schwert“ laut brüllen, nach dem Attentat alle Scheinheiligen um das Recht kämpfen, seine Meinung äussern zu dürfen, dann werde ich den Spiess umdrehen und das als Abwehr jeder Kritik verwenden. „Was, du kritisierst meine journalistische Arbeit? Bist wohl auch ein Sympathisant der Charlie Hebdo Terroristen und gegen die Meinungsfreiheit.“ Damit hat die diktatorische faschistische Elite sich ins eigene Knie geschossen und uns ein gutes Argument gegen Angriffe und Zensur geliefert.

Was habe ich selber an Repression und Unterdrückung von staatlicher Seite erlebt? Zum Beispiel, bei meiner Berichterstattung über das Treffen der Bilderberger in Spanien, der Schweiz und England wurde ich jedes Mal mit Verhaftung bedroht. Warum? Weil ich an einem öffentlichen Platz Fotos der Teilnehmer gemacht habe. Ja, in Sitges in Spanien, in St. Moritz in der Schweiz und in Watford in England wurde ich an der journalistischen Arbeit massiv behindert. Man zitierte Antiterrorgesetze und Rayonverbote um mich wegzuweisen. Meine Kamera wurde beschlagnahmt und Fotos gelöscht, völlig ungesetzlich, nur damit die Weltverbrecher inkognito tagen konnten. Es gebe eine wirkliche Pressefreiheit ist doch eine Illusion.

Berichten darf man nur was offiziell bei Presskonferenzen gesagt und mit Pressemitteilungen verkündet wird. Dann übernimmt man 1 zu 1 die Agenturmeldung, die aus einer Quelle stammen. Bezahlte PR-Artikel von Konzernen ergänzen dann etwas was „Nachrichten“ sein sollen. Das ist aber für mich kein Journalismus, sondern nur die Verbreitung von Propaganda zur Volksverdummung und Meinungssteuerung. Jede Recherche die etwas aufdeckt, jede Meinung die vom Mainstream abweicht, die nicht politisch korrekt ist, alles was den Status Quo in Frage stellt, wird verhindert. Journalisten die noch eine Berufsehre haben werden gemobbt und dann entlassen.

Ich gebe zu, ich werde jetzt auch die Opferrolle spielen und auf den Zug aufspringen. Ich werde auch wie die Mitglieder der anderen geschützten Minderheit dem Opferkollektiv beitreten. Wer mich behindert und kritisiert ist ein „Antidemokrat“ und ein „Gegner der Meinungsfreiheit“. Innerlich bin ich beim Gedenk- und Trauermarsch in Paris dabei, stehe mitten unter den Regimevertretern aus 40 Ländern neben Angela Merkel, die einen Arm um die Schulter von Hollande legte und schliesse auch wie sie die Augen für einen Moment. Schluchts! Und wer jetzt glaubt, ich und die vielen anderen Promis ziehen nur eine Show ab, der hat recht, ich meine, ist ein Terrorist!

Ich gebe hiermit bekannt, ich bin mit Wolfgang Radschräubler völlig einig, der beim Neujahrsempfang der Bremer-CDU sagte:

Wenn wir Polizei, Verfassungsschutz und Nachrichtendienste zu den letzten Trotteln machen, vor denen wir immer nur Angst haben müssen, dass sie unsere Rechte untergraben, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn sie uns im Zweifel nicht so schützen können, wie sie uns schützen müssen, damit unsere Freiheit wirklich gewährleistet ist.

Nur Terroristen würden aus dieser Aussage schliessen, darum geht es in Wirklichkeit, mit dem False-Flag-Angriff in Paris den Staatssicherheits- apparat noch mehr zu verstärken und uns noch mehr die Freiheiten weg zu nehmen. Benjamin Franklin irrt gewaltig mit seiner Aussage: „Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“
Das ist keine Satire!!!
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Wir wissen doch, die freie Meinungsäusserung gilt nur solange man das sagt was die Mächtigen für gut befinden. Und Peter Scholl-Latour hat gesagt: „Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen.

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