Alles Schall und Rauch: Israelische Zeitung entfernt Merkel aus Foto


Israelische Zeitung entfernt Merkel aus Foto

Dienstag, 13. Januar 2015 , von Freeman um 08:00

Ja, die Toleranz, die jetzt wegen des Anschlags auf Charlie Hebdo allseits gefordert wird. Das Problem ist nur, ausgerechnet die Gruppe, welche von anderen Toleranz verlangt, ist selber völlig intolerant. So hat die israelische Zeitung „The Announcer“ aus dem Foto der 40 Staatschefs, die ihre Solidarität mit Frankreich am Sonntag bekundeten, alle Frauen entfernt. Sie wurden einfach wegretuschiert. In ihrer intoleranten Vorstellung gibt es keine Frauen, und ihre Welt besteht nur aus Männern. Merkel stand zum Beispiel neben Hollande, aber auf dem Foto der Titelseite der Zeitung ist sie verschwunden. Auch die anderen weiblichen Politiker sind nicht mehr zu sehen.

Zum Vergleich, hier das Originalfoto:
Von links betrachtet sieht man im Original: Die Frau im hellgrauen Mantel ist Federica Mogherini, die neue EU-Aussenministerin, dann mit blauem Schal Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris, und neben Hollande steht Angela Merkel. Hinter dem italienischen Präsidenten steht Simonetta Sommaruga, die Präsidentin der Schweiz. Sie sind alle aus dem Foto der Zeitung entfernt worden.

Auch die israelischen Medien berichten darüber.

Die Zeitungsleser müssen den Eindruck bekommen, es gibt keine Frauen an führender Position in der Politik, die an dem historischen Marsch teilnahmen. Für mich ist das Zensur und Geschichtsfälschung. Aber Israel soll doch die einzige Demokratie im Nahen Osten sein und Netanjahu hat an der Demonstration für Toleranz, Meinungs- und Pressfreiheit teilgenommen. Wie passt das wieder zusammen?

Die Erklärung, in der jüdischen ultraorthodoxen Welt der Charedim dürfen Männer nicht neben „fremden“ Frauen sein. Deshalb sitzen bei einigen Buslinien in Israel die Männer vorne und die Frauen hinten, sind voneinander getrennt. Auch im Flugzeug ist es so. In letzter Zeit ist es zu Verspätungen des Abflugs der israelischen Fluglinie El-Al von New York nach Israel gekommen. weil die ultraorthodoxen Juden nicht neben weiblichen Passagiere sitzen wollen.

Dieses „nicht neben Frauen stehen, sitzen und gesehen werden“ geht bis hin zu Fotos, und deshalb werden Frauen aus Bildern entfernt, als ob es sie nicht gebe. Für uns unverständlich. Man behauptet, islamische Extremisten seien intolerant, würden die Rechte der Frauen einschränken, dabei ist es bei den Extremisten des Judentums noch viel ausgeprägter. Frauen dürfen zum Beispiel keine eigenen Haare haben und ihr Kopf ist rasiert. Als Bedeckung müssen sie eine Perücke oder ein Kopftuch tragen.

Was meint denn die Kanzlerin dazu, dass sie nicht gleichberechtigt auf dem Foto erscheint? Ausgerechnet in einer Zeitung von ihren Freunden, denen sie so viel Gutes tut und Geschenke gibt. Nur Männer auf dem Gruppenfoto muss sie sehr erzürnen. Sie ist doch bekannt für ihre totale Abneigung gegen jegliches Machogehabe und schneidet allen Männern, mit denen sie zu tun hat, die Hoden ab.

Ich meine, das Foto ist genauso eine Fälschung, wie sehr vieles an diesem ganzen „Charlie Hebdo“-Attentat gefälscht ist und nicht der Wahrheit entspricht. So, wie die israelische Zeitung die Realität, was das Gruppenfoto betrifft, falsch widergibt und die Fakten manipuliert, machen die offiziellen französischen Stellen und die sogenannten „seriösen Medien“ es generell mit der ganzen Darstellung der Ereignisse. Das Weltpublikum wird verarscht und die Meinung in die gewünschte Richtung gelenkt.

Das Gruppenfoto als Ganzes ist ja eine Fälschung, denn es wird suggeriert, die nach Paris gereisten 40 Staatsvertreter führten den Trauermarsch am Sonntag an. Haben sie nicht!!! Das Foto wurde weitab in einer einsamen, bewachten Strasse aufgenommen und die Medien haben dann die Aufnahmen zusammenmontiert. Das Schiessen des Fotos dauerte vielleicht 10 Minuten und war ein PR-Stunt.

Von oben betrachtet sieht man, es war eine Inszenierung, denn die Gruppe, bestehend aus Politikern und Leibwächtern, stand alleine für sich auf der Strasse, nur für das Foto. Nach der Aufnahme sind alle Bonzen mit Entourage in ihre Autos gestiegen und in die verschiedenen Richtungen abgefahren. Mit dem gemeinen Volk der Marschierenden hatten sie nichts zu tun.
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